Politik

"Dann ganz plötzlich bumm" Trump schildert Tötung von Soleimani

384aaaafd22d07ed87cbff2a44955a88.jpg

Anfang Januar hatte eine US-Drohne das Auto, in dem Soleimani sitzt, zerstört.

(Foto: Ahmad Al Mukhtar via REUTERS)

Seine Wochenenden verbringt US-Präsident Trump gerne in seinem Anwesen in Florida. Dort sammelt er Wahlkampfspenden ein und plaudert vor seinen gut zahlenden Gästen gerne aus dem Nähkästchen. Seine jüngste Anekdote handelt davon, wie das US-Militär den iranischen General Soleimani getötet hat.

Zwei Wochen nach der gezielten Tötung des einflussreichen iranischen Generals Ghassem Soleimani im Irak hat US-Präsident Donald Trump den Ablauf des US-Drohnenangriffs farbenfroh nacherzählt. Er schilderte die Attacke bei einem Abendessen mit Wahlkampfspendern am Freitagabend in seinem Anwesen Mar-a-Lago im Bundesstaat Florida, wie der US-Sender CNN berichtet.

CNN hat einen Tonmitschnitt der Ansprache veröffentlicht. In dieser gibt der US-Präsident wieder, wie er von Vertretern der US-Armee während des Angriffs über dessen Ablauf unterrichtet wurde.

*Datenschutz

"Sie sagten: 'Sir, wissen Sie, und das ist von Kameras, die meilenweit im Himmel sind. Sie sind zusammen, Sir. Sir, sie haben zwei Minuten und elf Sekunden. Im Ernst. Sie haben zwei Minuten und elf Sekunden zu leben, Sir. Sie sind in dem Auto. Sie sind in einem gepanzerten Fahrzeug unterwegs. Sir, sie haben noch ungefähr eine Minute zu leben, Sir. 30 Sekunden, zehn, neun, acht ... dann ganz plötzlich bumm. Sie sind weg, Sir.'"

"Er hat schlechte Dinge gesagt"

Trump äußerte sich auch zu seinen Motiven, die Tötung Soleimanis zu befehlen: "Er hat schlechte Dinge über unser Land gesagt." Demnach drohte Soleimani mit Angriffen auf die USA und der Tötung von US-Bürgern. Trump räumte zwar ein, der Angriff habe "die Welt aufgerüttelt". Allerdings sei der Befehl gerechtfertigt gewesen, da Soleimani für den Tod "Tausender" US-Bürger verantwortlich gewesen sei.

*Datenschutz

Soleimani war am 3. Januar zusammen mit dem stellvertretenden Anführer der irakischen Hasched-al-Schaabi-Milizen, Abu Mehdi al-Muhandis, beim Flughafen von Bagdad getötet worden. Der Angriff hatte zu einer massiven Eskalation des Konflikts zwischen Washington und Teheran geführt.

Quelle: ntv.de, chr/AFP