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Befragung zur Russland-Affäre Trump soll nicht unter Eid aussagen dürfen

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Donald Trump während seiner Präsidentschaftskandidatur 2015.

(Foto: AP)

Gab es ein Treffen von Trump mit den Russen? Diese heikle Frage an den US-Präsidenten würde dessen neuer Anwalt, Rudy Giuliani, zulassen. Giuliani formuliert aber auch klare Forderungen an Sonderermittler Mueller - und liefert neue Hinweise zum Zeitplan.

Eine Befragung von US-Präsident Donald Trump zur Russland-Affäre müsste seinem neuen Chef-Anwalt Rudy Giuliani zufolge zeitlich und thematisch begrenzt sein. Ein Gespräch mit Sonderermittler Robert Mueller solle zudem nicht unter Eid erfolgen, sagte der frühere New Yorker Bürgermeister Giuliani. Angebracht wären etwa 2,5 Stunden mit Fragen wie "Gab es eine Übereinkunft mit den Russen?" oder "Gab es ein Treffen von Trump mit den Russen?".

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Rudy Giuliani ist Trumps neuer Chef-Anwalt.

(Foto: REUTERS)

Auch die Entlassung des früheren FBI-Chefs James Comey sei seiner Ansicht nach ein zulässiges Thema bezüglich der Frage, ob es zu einer Behinderung der Justiz gekommen sei. Giuliani ist nach eigenen Angaben mittlerweile Trumps führender Anwalt bei den Russland-Ermittlungen. Jedoch werde er auch den Fall um die Pornodarstellerin Stormy Daniels im Blick behalten.

Dem Politiker und ehemaligen Staatsanwalt zufolge wird unter Trumps Rechtsberatern noch diskutiert, ob es überhaupt eine gute Idee für den Präsidenten wäre, sich freiwillig einer Befragung zu stellen. "Wollen sie ihn reinlegen?", fragte Giuliani. Eine Entscheidung dürfte in den kommenden zwei bis drei Wochen fallen. "Wir wollen es hinter uns bringen."

Verhandlungen laufen seit Monaten

Giuliani gehört seit dem vergangenen Monat Trumps Juristen-Team an. Der frühere Bürgermeister von New York sorgte am Mittwoch für Aufsehen, als er erklärte, der Präsident habe entgegen früheren Aussagen von der Zahlung eines Schweigegeldes an Daniels gewusst. Dieser Fall läuft getrennt von den Russland-Ermittlungen. Darin untersucht Mueller mutmaßliche Absprachen zwischen Russland und Trumps Wahlkampfteam 2016.

Die Verhandlungen über eine Befragung des Präsidenten dazu laufen seit Monaten. Die "New York Times" und andere US-Medien hatten zu Wochenbeginn einen Katalog von mindestens 40 Fragen veröffentlicht, die Mueller angeblich Trump stellen möchte. Dieser hat die Ermittlungen wiederholt als "Hexenjagd" verurteilt.

Quelle: n-tv.de, fzö/rts

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