Politik

Nach Freilassung von Brunson Trump und Erdogan vertragen sich via Twitter

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Die politische Beziehung zwischen US-Präsident Trump (l.) und dem türkischen Präsident Erdogan war monatelang angespannt.

(Foto: Boris Roessler)

Nach zwei Jahren in türkischer Haft kehrt US-Pastor Andrew Brunson in die USA zurück. Zuletzt hatte Trump mit Sanktionen und Strafzöllen Druck auf die Türkei ausgeübt. Nun spricht er von "guten, vielleicht großartigen Beziehungen" und dankt Erdogan für dessen Hilfe.

Nach der Ankunft von US-Pastor Brunson in den Vereinigten Staaten haben sich US-Präsident Donald Trump und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan öffentlich auf Twitter vertragen. Der evangelikale Pastor war nach zwei Jahren in türkischer Haft und monatelangem diplomatischen Tauziehen freigekommen und ist nun auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Andrews nahe der Hauptstadt Washington gelandet, so Tony Perkins, Leiter der konservativen christlichen Gruppe Family Research Council, via Twitter. Die Türkei hatte Brunson bis zu seinem Gerichtsurteil wegen Terrorvorwürfen festgehalten, was ein schweres Zerwürfnisses zwischen Ankara und Washington ausgelöst hatte.

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Donald Trump twitterte gleich zwei Mal zum Thema und bedankte sich bei Präsident Recep Tayyip Erdogan für dessen Hilfe. Die "große Wertschätzung" der USA werde "zu guten, vielleicht großartigen Beziehungen" mit der Türkei führen. Er betonte, es sei für Brunsons Freilassung kein Abkommen geschlossen worden.

Von einem solchen Abkommen hatte am Donnerstag vor der Urteilsverkündung der Sender NBC berichtet. Demnach sollen die USA zugesagt haben, wirtschaftlichen Druck von der Türkei zu nehmen. Erdogan twitterte: "Lieber Herr Präsident Donald Trump. Wie ich immer betone, hat die türkische Justiz ihr Urteil auf unabhängige Weise gefällt. Ich hoffe, dass die USA und die Türkei ihre Zusammenarbeit fortsetzen, so wie es sich für zwei Alliierte gehört."

Nachdem Trump im Sommer Sanktionen und Strafzölle gegen die Türkei verhängt hatte, um Brunson freizubekommen, war die türkische Landeswährung Lira schwer eingebrochen. Erdogan hatte von einem "Wirtschaftskrieg" gesprochen und Trump einen "Kraftmeier" genannt.

Quelle: n-tv.de, lle/dpa/AFP

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