Politik

Handschlag zur Begrüßung Trump und Kim beginnen Gespräche in Hanoi

Das mit Spannung erwartete zweite Treffen zwischen US-Präsident Trump und Nordkoreas Machthaber Kim beginnt mit einem ausgiebigen Handschlag. Die beiden Staatsmänner wollen gemeinsam essen - bevor sie morgen die schwierigen Themen angehen.

Acht Monate nach ihrem ersten Treffen sind US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un zu einem neuen Gipfel zusammengekommen. In Vietnams Hauptstadt Hanoi begrüßten sie sich zum Auftakt mit einem langen Handschlag.

Der US-Präsident sagte: "Es ist eine Ehre, mit dem Vorsitzenden Kim zu sein. Es ist eine Ehre, zusammen in Vietnam zu sein, wo sie wirklich den roten Teppich ausgerollt haben." Nach der Begrüßung im Hotel "Metropole" wollen beide Staatsmänner 20 Minuten lang unter vier Augen sprechen. Dann sollen beide Seiten in kleiner Runde zu einem eineinhalbstündigen Essen zusammenkommen. Am Donnerstag sind weitere Gespräche geplant.

Trump hatte zuvor seine Erwartungen an den Gipfel zum Ausdruck gebracht. Er hoffe, dass "großartige Dinge" bei dem "sehr wichtigen Gipfel" in Hanoi geschehen werden, sagte Trump bei einem Treffen mit dem vietnamesischen Präsidenten Nguyen Phu Trong. Zuvor hatte Trump den nordkoreanischen Diktator sogar seinen "Freund" genannt.

Er stellte dem verarmten Land wirtschaftliche Entwicklung und Wohlstand in Aussicht, sollte es seine Atomwaffen und Raketen abrüsten. "Das Potenzial ist FANTASTISCH, eine großartige Gelegenheit für meinen Freund Kim Jong Un, wie kaum eine andere in der Geschichte", schrieb Trump auf Twitter.

Hohe Sicherheitsvorkehrungen

Bei dem Treffen mit dem Staats- und Parteichef des Gastgeberlandes Vietnam verwies der US-Präsident auch darauf, dass Nordkorea von der rasanten wirtschaftlichen Entwicklung des ebenfalls kommunistischen Vietnams lernen könne.

Ziel von Trump ist die vollständige "Denuklearisierung" Nordkoreas, also eine atomare Abrüstung des verarmten und isolierten Landes. Kim verlangt Zugeständnisse der USA, etwa eine Lockerung von Sanktionen. "Wir werden sehen, was passiert", sagte Trump bei einem Arbeitsessen mit Vietnams Ministerpräsidenten Nguyen Xuan Phuc zu dem Gipfel. "Hoffentlich wird es erfolgreich sein." Sollte Kim sein Arsenal von Atomwaffen und Raketen abrüsten, könne auch Nordkorea zu "einer großen Wirtschaftsmacht" werden.

Der erste Schauplatz des Gipfeltreffens, das Hotel "Metropole", ist weiträumig abgeriegelt worden. Panzerfahrzeuge und bewaffnete Soldaten waren zu sehen. Kim verbrachte den Vormittag in seinem Hotel und ließ sich nicht blicken.

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Quelle: n-tv.de, jog/dpa

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