Politik

"Sie ist eine Katastrophe" Trump und Pelosi ziehen übereinander her

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Donald Trump und Nancy Pelosi im US-Kongress.

(Foto: picture alliance/dpa)

Demokratin Nancy Pelosi zweifelt nach einem Treffen im Weißen Haus am Geisteszustand von Donald Trump. Der US-Präsident lässt sich nicht lange bitten und nimmt den Ball auf. Es folgt ein Schlagabtausch, der es in sich hat.

In ihrer politischen Auseinandersetzung überziehen sich US-Präsident Donald Trump und die Frontfrau der Demokraten, Nancy Pelosi, nun auch mit harten persönlichen Attacken. Pelosi beklagte, Trump habe am Vortag bei einem Treffen mit ihr und anderen Demokraten einen Wutanfall bekommen und sei aus dem Raum gestürmt. "Ich bete für den Präsidenten der Vereinigten Staaten", sagte die Vorsitzende des Repräsentantenhauses und schob nach, sie wünschte, Trumps Familie, dessen Administration oder Mitarbeiter würden zum Wohle des Landes einschreiten.

Trump reagierte erzürnt. Bei einem Auftritt im Weißen Haus nannte er Pelosis Aussage "böse" und warf ihr vor, das Geschehen vom Vortag völlig falsch darzustellen. Trump betonte mehrfach, er sei bei dem Treffen mit den Demokraten vollkommen ruhig gewesen. Vor Reportern forderte er diverse Mitarbeiter auf, die Angaben zu seiner Gemütslage zu bestätigen.

Der Präsident bezeichnete Pelosi als "verrückte Nancy" und sagte: "Ich glaube, sie hat eine Menge Probleme." Trump unterstellte Pelosi etwa, sie sei schlicht nicht im Stande, das Handelsabkommen der USA mit Kanada und Mexiko zu verstehen. "Sie ist eine Katastrophe." Sich selbst lobte der Präsident dagegen. "Ich bin eine sehr fähige Person", sagte Trump. "Ich bin ein extrem stabiles Genie." Schon in der Vergangenheit hatte er öffentlich geäußerte Sorgen über eine mögliche Amtsunfähigkeit auf ähnliche Weise zurückgewiesen und sich selbst als "geistig sehr stabiles Genie" bezeichnet.

Die Demokraten liefern sich seit Monaten heftige politische Kämpfe mit Trump und treiben mit ihrer Mehrheit im Repräsentantenhaus diverse Untersuchungen gegen den Präsidenten und dessen Umfeld voran. Trump hatte besagtes Treffen mit Pelosi und anderen Demokraten im Weißen Haus vorzeitig abgebrochen und anschließend öffentlich angekündigt, die politische Zusammenarbeit mit den Demokraten zu verweigern, solange sie ihre Untersuchungen gegen ihn weiterführten.

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Quelle: n-tv.de, lou/dpa

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