Politik

Könnten Beweise "platzieren" Trump vermutet Manipulation bei FBI-Razzia

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Aktuell laufen mehrere Ermittlungen, in die Trump involviert ist.

(Foto: AP)

Das FBI durchsucht das Anwesen von Donald Trump - ein außergewöhnlicher Vorgang. Weder Trump noch dessen Anwälte dürfen dabei sein. Ein weniger außergewöhnlicher Vorgang. Dennoch wittert der Ex-Präsident die nächste Verschwörung.

Nach der Razzia in seinem Anwesen in Florida hat der frühere US-Präsident Donald Trump die Vermutung in den Raum gestellt, dass FBI-Agenten dort womöglich Beweise "platzieren" könnten. "Jeder wurde aufgefordert, die Räumlichkeiten zu verlassen", schrieb Trump über die FBI-Durchsuchung in seinem Online-Netzwerk. "Sie wollten allein sein, ohne jegliche Zeugen für das, was sie machen, wegnehmen oder - hoffentlich nicht - 'platzieren'."

"Das FBI und andere Vertreter der Regierung lassen niemanden, nicht einmal meine Anwälte, in die Nähe der durchsuchten Bereiche", kritisierte Trump weiter. Sein Anwesen Mar-a-Lago in Palm Beach war am Montagabend von der US-Bundespolizei FBI mit zahlreichen Beamten durchsucht worden. Dies war von Trump und führenden Vertretern seiner Republikaner massiv kritisiert worden.

Die Bundespolizei lehnte es ab, einen Grund für die Durchsuchung zu nennen. Dabei handelte es sich um eine gerichtlich erlaubte Aktion im Zusammenhang mit Dokumenten, die Trump nach dem Ende seiner Präsidentschaft im Januar 2021 vom Weißen Haus nach Mar-a-Lago mitgenommen hatte. Ein US-Gesetz schreibt vor, dass sämtliche Briefe, Notizen, E-Mails, Faxe und andere schriftliche Korrespondenz eines Präsidenten für die Nachwelt archiviert werden müssen. Bei einem Verstoß droht eine Gefängnisstrafe von bis zu drei Jahren und ein Verbot, öffentliche Ämter auszuüben.

Trump nutzt Gelegenheit für Spendenaufruf

Aus dem Wirbel um die Razzia will Trump nun anscheinend noch politisches Kapital schlagen. Der 76-Jährige bezog sich in einem Parteispenden-Aufruf per E-Mail ausdrücklich auf die Durchsuchungen: "Die Gesetzlosigkeit, politische Verfolgung und Hexenjagd müssen offengelegt und gestoppt werden", schrieb Trump. Die Razzia ist ein Schritt in den Ermittlungen und bedeutet nicht, dass Trump überhaupt strafrechtlich verfolgt wird.

Trump werden Ambitionen auf eine erneute Präsidentschaftskandidatur 2024 nachgesagt. "Sie versuchen ein weiteres Mal, die Republikanische Partei und mich zu stoppen", schrieb er in seiner Mail an potenzielle Parteispender. Der Ex-Präsident hat immer wieder fälschlich behauptet, ihm sei der Sieg bei der Wahl 2020 durch Wahlbetrug gestohlen worden.

Quelle: ntv.de, mba/AFP

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