Politik

CNN-Reporter im Weißen Haus Trump will Acosta erneut vor die Tür setzen

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Geht es nach US-Präsident Trump, verliert CNN-Reporter Jim Acosta in Kürze wieder seine Akkreditierung fürs Weiße Haus.

(Foto: imago/UPI Photo)

Neue Episode im Kampf Trump versus Acosta: Erst vor drei Tagen beschloss ein Richter, dass der US-Präsident den CNN-Reporter ins Weiße Haus lassen muss. Nun soll der Journalist seine Akkreditierung aber wieder verlieren. Sein Sender reagiert bestürzt.

Der Streit zwischen dem Weißen Haus und dem CNN-Korrespondenten Jim Acosta über Zugang zu Pressekonferenzen geht in eine neue Runde: Das Weiße Haus drohte Acosta erneut mit dem Entzug der Akkreditierung nach dem Ablauf einer einstweiligen Verfügung zum Monatsende. Der US-Sender warnte dagegen: "Diese Handlungen bedrohen alle Journalisten und Nachrichtenorganisationen." CNN beantragte eine Dringlichkeitsanhörung bei Gericht.

US-Präsident Donald Trump hatte den Entzug der Akkreditierung des prominenten CNN-Journalisten nach einem Wortgefecht bei einer Pressekonferenz am 7. November angeordnet. Am Freitag erließ ein Bundesgericht eine einstweilige Verfügung, wonach Acosta bis zu einer endgültigen richterlichen Entscheidung wieder zu Pressekonferenzen zugelassen werden muss. Das Weiße Haus akkreditierte Acosta daraufhin vorläufig wieder.

Nun veröffentlichte CNN allerdings ein Schreiben von Trumps stellvertretendem Stabschef Bill Shine und von Trump-Sprecherin Sarah Sanders, das nach der Gerichtsentscheidung an Acosta geschickt wurde. Darin hieß es, dass vorläufig entschieden worden sei, ihm die Akkreditierung nach Ablauf der 14-tägigen Gültigkeitsdauer der einstweiligen Verfügung erneut zu entziehen. "Der Präsident kennt diese vorläufige Entscheidung und stimmt damit überein", heißt es darin. Als Grund wird in dem Schreiben erneut das Verhalten Acostas bei der Pressekonferenz vom 7. November angeführt.

In dem Antwortschreiben von CNN an das Weiße Haus heißt es, damit werde gegen Acostas verfassungsmäßige Rechte verstoßen. Trump hatte nach der Verfügung vom Freitag neue Regeln für Pressekonferenzen angekündigt und "Anstand" von Journalisten im Weißen Haus eingefordert.

Quelle: n-tv.de, cri/dpa

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