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Russland-Papier bald publik Trump will Mueller-Bericht zurückhalten

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Donald Trump findet es nun offenbar doch nicht mehr so gut, wenn der Russland-Bericht komplett veröffentlicht wird.

(Foto: AP)

Zwei Jahre arbeitet Sonderermittler Mueller an seinem Bericht über die Russland-Affäre. Als er ihn schließlich vorlegt, befürwortet US-Präsident Trump zunächst, dass die Ergebnisse veröffentlicht werden. Jetzt schlägt er plötzlich ganz andere Töne an.

US-Präsident Donald Trump hat nun doch ein Problem mit einer Veröffentlichung des Mueller-Berichts zur Russland-Affäre. Während er kürzlich noch erklärt hatte, er habe nichts gegen eine komplette Veröffentlichung des Berichtes, durch den er sich selbst vollständig entlastet sieht, klang das nun anders. "Warum sollten linksradikale Demokraten im Kongress das Recht haben, wieder von vorne anzufangen und den 35 Millionen Dollar teuren (...) Bericht zu prüfen", schrieb Trump bei Twitter.

Schließlich liege das wahre "Verbrechen bei der betrügerischen Hillary, dem DNC (Parteizentrale der oppositionellen Demokraten) und den schmutzigen Polizisten", attackiert Trump unter anderem seine vormalige Wahlkampfrivalin Hillary Clinton. Trump hatte die Untersuchungen vor wenigen Tagen als versuchten "Putsch" bezeichnet. Justizminister William Barr kündigte an, er werde angebliches "Ausspionieren" von Trumps Wahlkampfteam durch die Bundespolizei FBI untersuchen lassen.

"Er weiß genau, was geschah"

Barr hat bereits angekündigt, den Abschlussbericht von Sonderermittler Robert Mueller in den nächsten Tagen zu veröffentlichen - allerdings sollen Teile abschnittsweise geschwärzt an die Öffentlichkeit gelangen. Am 25. März hatte Trumps Sprecherin Sarah Sanders noch erklärt, Trump würde es nur begrüßen, wenn mehr Details aus dem Bericht öffentlich würden, "denn er weiß genau, was geschah und was nicht".

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Nach fast zweijährigen Ermittlungen hatte Mueller seinen Abschlussbericht zur Russland-Affäre am 22. März dem Justizminister vorgelegt. Laut der von Barr veröffentlichten Zusammenfassung fand Mueller keine Beweise dafür, dass Trumps Team während des Wahlkampfs 2016 mit Russland zusammenarbeitete, um den Ausgang zu Gunsten des US-Immobilienmilliardärs zu beeinflussen.

Zu der Frage, ob Trump anschließende Justizermittlungen behinderte, legte sich Mueller nach Angaben von Barr nicht fest. Der Minister folgerte daraus, dass es keine ausreichenden Anhaltspunkte für eine Straftat des Präsidenten gebe.

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Quelle: n-tv.de, kpi/AFP

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