Politik

"Zu viel Russland-Affäre" Trump wirft FBI falsche Prioritäten vor

8a59d41602c834b8d7cfbde7850e3adf.jpg

US-Präsident Donald Trump bezeichnet es als "nicht akzeptabel", dass das FBI den Amokläufer nicht aufgehalten hat.

(Foto: AP)

Nach dem Amoklauf an einer High School in Florida erhebt US-Präsident Trump Vorwürfe gegen das FBI. Die Bundespolizei habe zu viel Zeit auf unsinnige Ermittlungen verwendet und meint die Affäre um einen möglichen russischen Einfluss auf seinen Wahlsieg.

*Datenschutz

US-Präsident Donald Trump hat der US-Bundespolizei FBI im Zusammenhang mit dem Schulmassaker in Florida einen falschen Fokus vorgeworfen. Es sei "sehr traurig", dass das FBI die "vielen Signale" des Todesschützen übersehen habe, schrieb Trump bei Twitter. Die Behörde verwende zu viel Zeit auf die Untersuchung der Russland-Affäre und solle zum "Wesentlichen" zurückkehren.

Am Mittwoch hatte der 19-jährige Nikolas Cruz 17 Menschen an seiner ehemaligen High School in Parkland im US-Bundesstaat Florida erschossen. Am Freitag räumte das FBI ein, dass es im Vorfeld Hinweise auf die von Cruz ausgehende Gefahr bekommen hatte, diese aber nicht weiterverfolgt wurden.

"Das ist nicht akzeptabel", schrieb Trump auf Twitter. "Sie (das FBI) verbringen zu viel Zeit mit dem Versuch, geheime Absprachen zwischen Russland und der Trump-Kampagne zu beweisen - es gibt keine geheimen Absprachen."

Eine mögliche russische Einmischung in den US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 sowie mögliche Absprachen mit Trumps Wahlkampfteam werden derzeit vom FBI-Sonderermittler Robert Mueller untersucht. Die Ermittlungen haben bereits vier Mitglieder von Trumps Kampagne erfasst. Zwei von ihnen haben sich bereit erklärt, mit den Behörden zusammenzuarbeiten. Am Freitag hatte Mueller mitgeteilt, dass 13 russische Staatsbürger wegen einer mutmaßlichen Einmischung in die Präsidentschaftswahl 2016 angeklagt worden seien.

In der Folge des Amoklaufs in Florida wird die Debatte um eine Änderung des Waffenrechts in den USA wieder verstärkt geführt. Der Täter war nach Medienberichten in psychischer Behandlung gewesen, hatte diese aber zuletzt angeblich nicht fortgesetzt. Trump hatte vor einem Jahr ein Gesetz unterzeichnet, das psychisch Kranken den Erwerb von Waffen wieder erlaubte.

Quelle: n-tv.de, jog/AFP

Mehr zum Thema