Politik

Kurz nach Jerusalem-Entscheidung Trumps Nahost-Expertin tritt zurück

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Dina Powell, hier auf einem Termin mit Donald Trump, tritt zurück.

(Foto: REUTERS)

Kurz nach der Trump-Ankündigung, die US-Botschaft nach Jerusalem zu verlegen, tritt die stellvertretende Sicherheitsberaterin und Nahost-Expertin Powell zurück. Das Weiße Haus dementiert einen Zusammenhang.

Die stellvertretende nationale Sicherheitsberaterin von US-Präsident Donald Trump, Dina Powell, tritt Anfang nächsten Jahres von ihrem Posten zurück. Das teilt das Weiße Haus mit. Die in Kairo geborene Nahost-Expertin, die fließend Arabisch spricht, war an den Bemühungen von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner beteiligt, den Nahost-Friedensprozess zwischen Israelis und Palästinensern wiederzubeleben.

Powells Rücktritt wurde nur zwei Tage nach der Ankündigung Trumps verkündet, Jerusalem als Israels Hauptstadt anzuerkennen und die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen. Trumps Sprecherin Sarah Sanders wies jedoch einen Zusammenhang mit der umstrittenen Entscheidung des US-Präsidenten zurück, die den Nahost-Konflikt wieder anheizt. Powell habe von Anfang an geplant, nur ein Jahr als Vize-Sicherheitsberaterin zu dienen, um dann nach New York zurückzukehren.

Kushner erklärte, Powell werde weiterhin eine wichtige Rolle bei den Friedensbemühungen spielen. Nähere Angaben machte er jedoch nicht. Powell, unter anderem ehemalige Partnerin der US-Investmentbank Goldman Sachs, war im März vom Nationalen Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster benannt worden. Sie hatte Trump zuvor bereits in Wirtschaftsfragen beraten.

Quelle: ntv.de, vpe/dpa