Politik

Bei Patrouille im Nebel verirrt Türkei lässt griechische Soldaten frei

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Mit militärischen Ehren empfängt Griechenland die beiden aus türkischer Haft zurückgekehrten Soldaten.

(Foto: AP)

Eigenen Angaben zufolge hatten sie sich im Nebel an der Grenze verirrt. Die türkische Justiz wirft ihnen jedoch Spionage vor: Zwei griechische Soldaten, die auf türkischem Territorium aufgegriffen wurden und monatelang in Haft saßen, sind wieder frei.

Nach mehr als fünf Monaten in türkischer Haft sind zwei griechische Soldaten wieder in ihrer Heimat angekommen. Die beiden landeten am Flughafen von Thessaloniki, nachdem ein Gericht am Vortag ihre Freilassung angeordnet hatte. Die Männer, die während einer Grenzpatrouille auf türkisches Gebiet geraten waren, wurden vom griechischen Verteidigungsminister Panos Kammenos und von ihren Eltern empfangen.

"Ich hoffe, dass ihre Freilassung ein neues Kapitel für die griechisch-türkischen Beziehungen bedeutet", sagte Kammenos. Der Fall hatte die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen Athen und Ankara seit Monaten belastet. Der Prozess gegen die beiden Männer wird auch nach ihrer Freilassung fortgesetzt.

Die zwei Soldaten hatten im März während einer Patrouille an der Grenze eine militärische Sperrzone auf der türkischen Seite betreten. Sie geben an, bei Nebel versehentlich auf türkisches Territorium geraten zu sein. Die türkische Justiz wirft ihnen "versuchte Spionage" vor. Das Gericht in der Provinz Edirne im Nordwesten der Türkei hatte eine Freilassung der Männer zuvor mehrfach wegen Fluchtgefahr abgelehnt.

Für Streit zwischen den beiden Nato-Partnern sorgt auch der Fall von acht türkischen Soldaten, die nach dem Putschversuch gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan im Juli 2016 nach Griechenland geflohen waren und dort Asyl beantragt hatten. Ankara fordert bisher vergeblich ihre Auslieferung.

Quelle: n-tv.de, mbo/AFP

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