Politik

Ringen bei den Demokraten Tulsi Gabbard will US-Präsidentin werden

e14065a0a1fe9fd65160ce8d2bafd41f.jpg

Tulsi Gabbard würde bei einer Wahl zum jüngsten Staatsoberhaupt in der Geschichte der USA.

dpa

Die Trump-Ära soll spätestens zur nächsten Wahl enden. Das haben sich die Demokraten vorgenommen. Die 37-jährige Tulsi Gabbard aus Hawaii stellt sich als Präsidentschaftskandidatin zur Verfügung. Doch sie ist nicht die einzige.

Die US-Kongressabgeordnete Tulsi Gabbard, die vor zwei Jahren durch ein Treffen mit dem syrischen Machthaber Baschar al-Assad Schlagzeilen machte, will 2020 Präsidentin der Vereinigten Staaten werden. Das sagte die Demokratin aus Hawaii dem Fernsehsender CNN. Für ihre Entscheidung gebe es "viele Gründe". "Es gibt viele Herausforderungen, denen das amerikanische Volk gegenüber steht, über die ich mir Sorgen machen und die zu bewältigen ich helfen will." Formell ankündigen werde sie ihren Entschluss nächste Woche. Als zentrale politische Anliegen nannte die 37-Jährige den Zugang zu Gesundheitsversorgung, eine Reform des Strafrechts und Klimafragen.

Gabbard, die Militärinterventionen ablehnend gegenübersteht, hatte Assad im Januar 2017 getroffen, als sie sich für eine Woche in Syrien und dem Libanon aufhielt. "Ursprünglich hatte ich nicht die Absicht, mich mit Assad zu treffen, aber als ich die Gelegenheit bekam, erschien es mir wichtig, sie zu ergreifen", erklärte sie damals. "Ich denke, wir sollten uns mit Jedem treffen, wenn es eine Chance gibt, dass es dazu beitragen kann, diesen Krieg zu beenden, der dem syrischen Volk so viel Leid zufügt." Für das Treffen mit dem international geächteten Präsidenten wurde Gabbard von vielen kritisiert.

Gabbard würde jüngste Präsidentin

Die Irak-Veteranin Gabbard ist das erste hinduistische Mitglied des US-Kongresses und gehört dem Auswärtigen Ausschuss des Repräsentantenhauses an. Die Politikerin aus dem Bundesstaat Hawaii wäre im Falle eines Wahlerfolgs das jüngste Staatsoberhaupt in der US-Geschichte.

Bis zur nächsten US-Präsidentschaftswahl sind es noch fast zwei Jahre, aber schon jetzt deutet alles auf einen heißen Wahlkampf bei den Demokraten hin. Vor zwei Wochen brachte sich mit der linken Senatorin Elizabeth Warren eine scharfe Kritikerin von Präsident Donald Trump in Stellung. Die 69-Jährige aus dem Bundesstaat Massachusetts gründete ein Komitee, das ihre Chancen im Fall einer Kandidatur ausloten soll. Sie war die erste prominente Vertreterin der Partei, die ihre Ambitionen mit einem solchen Schritt öffentlich machte. Es wird erwartet, dass eine Reihe weiterer Demokraten in den nächsten Wochen und Monaten folgen und das Bewerberfeld sehr groß sein wird.

Quelle: n-tv.de, jaz/dpa/AFP

Mehr zum Thema