Politik

Boykottaufrufe vor US-Wahl Twitter löscht 10.000 Fake-Accounts

82287372.jpg

Wer hinter den Fake-Accounts stand, teilte Twitter nicht mit.

(Foto: dpa)

Wie vor den US-Präsidentschaftswahlen gibt es auch vor den Kongresswahlen Beeinflussungsversuche über die sozialen Medien. Twitter löscht nun unzählige gefälschte Accounts, die Demokraten vom Wählen abhalten sollten.

Vor den Kongresswahlen in den USA hat Twitter einem Bericht des Portals TechCrunch zufolge rund 10.000 gefälschte Accounts gelöscht. Diese hätten vorgegeben, von den Demokraten betrieben zu werden, berichtete das Portal unter Berufung auf das Unternehmen. Es seien Tweets veröffentlicht worden, mit denen Wähler von der Wahl in der kommenden Woche hätten abgehalten werden sollen. Die Konten seien Ende September bis Anfang Oktober entfernt worden. Im US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 hatte es eine regelrechte "Fake-News"-Welle gegeben.

"Wir entfernten eine Reihe Accounts, weil sie versuchten, Desinformation in automatisierter Weise zu teilen - eine Verletzung unserer Leitlinien", teilte ein Twittersprecher Techcrunch in einer Email mit. "Wir stoppten das schnell und an seinem Ursprung." Allerdings gab Twitter laut Techcrunch keine Beispiele für die Accounts an, die entfernt wurden. Ebensowenig  wurde demnach mitgeteilt, wer hinter der Aktivität stand. 

Anfang des Jahres hatte Twitter dem Bericht zufolge bereits 1,2 Millionen Accounts gelöscht, die terroristische Inhalte geteilt und beworben hatten. Twitter hat eigenen Angaben zufolge monatlich 335 Millionen aktive Nutzer.

Der Kurznachrichtendienst versucht schon länger, härter gegen gefälschte Profile durchzugreifen, über die unter anderem Spam und politische Propaganda verbreitet werden. "Wir haben neue Mittel eingeführt, um problematisches Verhalten zu adressieren, das die öffentliche Konversation verzerrt", hatte Twitter-Chef Jack Dorsey im Juli erklärt.

Quelle: ntv.de, ftü/dpa