Politik

Gesundheitliche Probleme UN-Sondergesander für Libyen tritt zurück

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Seine Gesundheit erlaube es ihm nicht mehr, viel Stress auf sich zu nehmen, sagt Ghassan Salame, UN-Sonderbeauftragter für Libyen.

(Foto: dpa)

Seit zweieinhalb Jahren versucht Ghassan Salame, im libyschen Bürgerkrieg zwischen den Konfliktparteien zu vermitteln. Nun legt der Sondergesandte der Vereinten Nationen sein Amt nieder. Als Grund nennt er gesundheitliche Gründe. Währenddessen droht in Libyen eine neue Gewalteskalation.

Mitten im weiter eskalierenden Libyen-Konflikt ist der UN-Sondergesandte für das nordafrikanische Land, Ghassan Salame, zurückgetreten. Zur Begründung verwies er auf seine Gesundheit. Zugleich twitterte Ghassan Salame, er habe seit zweieinhalb Jahren versucht, Libyens rivalisierende Lager zu einen und Einmischung aus dem Ausland zu verhindern.

Im libyschen Bürgerkrieg kämpft die international anerkannte und vor allem von der Türkei unterstützte Regierung mit Sitz in Tripolis gegen den abtrünnigen General Chalifa Haftar, hinter dem unter anderem Russland steht. Die offizielle Regierung hatte angekündigt, Haftars Belagerungsring um die Hauptstadt sprengen zu wollen. "Meine Gesundheit erlaubt es mir nicht mehr, so viel Stress auf mich zu nehmen", erklärte Salame.

Erst vergangene Woche hatte er Vertreter der Konfliktparteien wieder in Genf versammelt und dort mit beiden Lagern getrennt Gespräche geführt. Doch Schlüsselfiguren für eine Lösung des Bürgerkriegs zogen sich wieder zurück. Ende der Woche wurde Tripolis dann so stark bombardiert wie seit Vermittlung einer Waffenruhe durch den bisherigen UN-Sondergesandten Anfang Januar nicht mehr.

Derweil kündigte Libyens offizielle Regierung an, ihre Truppen würden in den kommenden Tagen eine Offensive gegen die Belagerungskräfte starten. Hoffnung auf einen Waffenstillstand gebe es nicht, sagte Innenminister, Fathi Bashagha.

Quelle: ntv.de, hul/rts