Verbindung zu VenezuelaUS-Militär beschlagnahmt nächsten Öltanker

Die USA bauen ihre Kontrolle über Venezuelas Öl weiter aus. Tanker, die Teil einer "Schattenflotte" sind, versuchen aber immer wieder Trumps Sanktionen zu umgehen. Es kommt zu einem erneuten Zusammenstoß in der Karibik.
Das US-Militär hat in der Karibik erneut einen Tanker mit Verbindungen zu Venezuela beschlagnahmt. Es ist die siebte derartige Aktion seit Beginn der vor einem Monat gestarteten Kampagne von US-Präsident Donald Trump zur Kontrolle der Ölflüsse des Landes. Das Schiff mit dem Namen "Motor Vessel Sagitta" sei ohne Zwischenfälle aufgebracht worden, teilte das zuständige US-Südkommando mit.
"Die Beschlagnahmung eines weiteren Tankers, der sich der von Präsident Trump verhängten Quarantäne für sanktionierte Schiffe in der Karibik widersetzt, zeigt unsere Entschlossenheit sicherzustellen, dass nur noch Öl Venezuela verlässt, das ordnungsgemäß und rechtmäßig koordiniert wird", hieß es in einer Erklärung. Das Südkommando überwacht in der Karibik fast ein Dutzend Kriegsschiffe und Tausende von Soldaten.
Trump hat seine Lateinamerika-Politik auf Venezuela konzentriert. Am 3. Januar nahm das US-Militär bei einer Operation in Caracas Machthaber Nicolás Maduro fest. Der Präsident und seine Frau Cilia Flores wurden nach New York gebracht. Dort soll ihnen der Prozess wegen Drogendelikten gemacht werden. Seitdem hat Trump erklärt, die USA planten, die Ölressourcen Venezuelas auf unbestimmte Zeit zu kontrollieren, während die heruntergekommene Ölindustrie des Landes mit einem 100-Milliarden-Dollar-Plan wieder aufgebaut werden soll.
Bei den bisher abgefangenen Schiffen handelte es sich entweder um Schiffe, die unter US-Sanktionen standen, oder um Teile einer "Schattenflotte". Diese verschleiern ihre Herkunft, um Öl von wichtigen sanktionierten Produzenten wie dem Iran, Russland oder Venezuela zu transportieren.