Politik

Vor Nominierungsparteitag US-Republikaner schließen Presse aus

0ae05f761942fb9c29d8e0d86fb36d29.jpg

Donald Trump will erneut für die Republikaner die Präsidentschaft holen.

(Foto: AP)

Ende August will sich Donald Trump zum Präsidentschaftskandidaten der Republikaner wählen lassen - auf einem Parteitag in North Carolina. Journalisten sollen dort allerdings nicht zugelassen sein. Offiziell begründet wird ihr Ausschluss von der Veranstaltung mit Corona-Auflagen.

Die US-Republikaner haben Medienberichten zufolge die Presse von ihrem Nominierungsparteitag in North Carolina ausgeschlossen. Journalisten seien voraussichtlich bei der vom 21. bis 24. August in Charlotte stattfindenden Veranstaltung nicht zugelassen, sagte ein Parteisprecher der Zeitung "The Arkansas Democrat-Gazette". Grund sei die wegen der Corona-Pandemie eingeschränkte Teilnehmerzahl bei Veranstaltungen.

Bei dem Parteitag soll US-Präsident Donald Trump offiziell als Präsidentschaftskandidat der Republikanischen Partei für die Wahl im November nominiert werden. Laut dem Sender CNN soll die Abstimmung per Livestream übertragen werden.

Der Vorsitzende des Verbands der Korrespondenten im Weißen Haus, Zeke Miller, kritisierte den geplanten Ausschluss der Presse auf Twitter: "Das ist eine unkluge Entscheidung, die die Republikanische Partei überdenken sollte." Die Ernennung des Präsidentschaftskandidaten einer der wichtigsten Parteien des Landes "geht die amerikanische Bevölkerung in hohem Maße etwas an".

Parteitag musste verlegt werden

Später schrieb Miller unter Berufung auf einen Parteivertreter bei Twitter, die Entscheidung der Republikaner sei nicht endgültig und es werde nach Möglichkeiten der Berichterstattung gesucht.

Ursprünglich sollte Trumps Nominierung in Jacksonville im Bundesstaat Florida stattfinden. In dem südlichen Bundesstaat steigen die Corona-Zahlen derzeit jedoch stark an. Das Delegierten-Treffen wurde deshalb nach North Carolina verlegt.

Quelle: ntv.de, jug/AFP