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Kandidatur für Wahlen 2020 US-Senatorin Warren will Trump beerben

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Elizabeth Warren möchte einen "großen strukturellen Wandel herbeiführen".

(Foto: REUTERS)

Aus ihren Ambitionen macht sie seit Monaten keinen Hehl. Nun ist es offiziell: US-Senatorin Warren möchte für die Demokraten bei der nächsten Präsidentschaftswahl antreten. Vor jubelnden Anhängern rechnet sie mit Amtsinhaber Trump und dessen "korrupter" Regierung ab.

Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur bei den US-Demokraten hat nun auch die linksgerichtete Senatorin Elizabeth Warren ihren Hut in den Ring geworfen. "Das ist der Kampf unseres Lebens", sagte die 69-Jährige, als sie in Lawrence im Bundesstaat Massachusetts vor jubelnden Anhängern ihre Bewerbung offiziell verkündete. Dieser Kampf richte sich gegen ein "System, das die Reichen und Mächtigen stärkt und alle anderen mit Dreck bewirft".

Millionen von Familien könnten kaum atmen, kritisierte Warren die gegenwärtigen Lebensumstände in den USA. Nötig sei daher ein "großer struktureller Wandel". Die Regierung von US-Präsident Donald Trump bezeichnete die Demokratin als "korrupteste" seit Menschengedenken.

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Warren verwies auf ihren eigenen sozialen Aufstieg, der aus der Tochter eines Hausmeisters eine Jura-Dozentin an der Elite-Universität Harvard machte. Die Demokratin setzt sich für eine höhere Besteuerung von Reichen, strikte Anti-Korruptions-Gesetze, eine Einschränkung der Macht von Lobbyisten, Klimaschutz und eine für alle zugängliche Gesundheitsversorgung ein.

Die Senatorin aus Massachusetts, die ihre Ambitionen auf das Präsidentenamt bereits an Silvester verkündet hatte, zählt zu den einflussreichsten Bewerbern um die Präsidentschaftskandidatur 2020. Mit ihren Attacken gegen die Wall Street hat sie eine breite Anhängerschaft gewonnen. Außerdem hat sie offenbar das professionellste Wahlkampfteam unter den demokratischen Präsidentschaftsanwärtern. Zu ihren prominentesten innerparteilichen Rivalen zählen der ehemalige Wohnungsbauminister Julián Castro und die Senatorin Kamala Harris.

Trump wirft Warren "Betrug" vor

Bereits kommende Woche will Warren den traditionell umkämpften Bundesstaat Iowa sowie New Hampshire und fünf weitere Bundesstaaten besuchen. Unlängst hatte Warrens Image allerdings bei einer Debatte über ihre Herkunft gelitten.

Trump stellte Warrens Angaben in Frage, sie habe indianische Wurzeln, und verhöhnte sie als "Pocahontas". Warren veröffentlichte daraufhin im Oktober das Ergebnis eines Gentests. Dieser offenbarte allerdings, dass sie kaum amerikanische Ureinwohner unter ihren Vorfahren hat und diese bereits vor einigen Generationen lebten. Warren sah sich daraufhin gezwungen, sich beim Indianer-Stamm der Cherokee zu entschuldigen.

Die Angelegenheit kochte diese Woche wieder hoch, als die "Washington Post" ein offizielles Dokument aus den 80er Jahren veröffentlichte. Darin hatte Warren als ihre Rasse "American Indian" angegeben. Trumps Wahlkampagne warf ihr daraufhin "Betrug" vor.

Quelle: n-tv.de, fzö/AFP

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