Sagt so etwas nur ein Muslim?US-Suchtrupps hielten F-15-Funkspruch für eine Falle

Mehr als 24 Stunden sucht das US-Militär im Iran nach dem Waffenoffizier einer abgeschossenen F-15. Erschwert wird die Rettungsmission anscheinend von einem ungewöhnlichen Funkspruch: "Das klang wie etwas, was ein Muslim sagen würde", sagt US-Präsident Trump.
Das US-Militär hat offenbar befürchtet, dem Iran bei der Suche nach dem abgeschossenen F-15-Besatzungsmitglied in die Falle zu gehen. Das US-Militär habe "genaue Informationen" über den Aufenthaltsort des Crewmitglieds gehabt, sagte US-Präsident Donald Trump dem Nachrichtenportal Axios in einem Interview wenige Stunden nach der Rettungsaktion. Ein laut Trump "ungewöhnlicher" Funkspruch soll jedoch den Verdacht geschürt haben, dass sich der Waffenoffizier in iranischer Gefangenschaft befinde und die Suchtrupps in eine Falle gelockt werden sollten.
Trump zufolge sendete das Crewmitglied die kurze Botschaft "Power be to God" aus. Auf Deutsch bedeutet dies sinngemäß, Ehre oder Macht sei mit Gott. "Das klang wie etwas, was ein Muslim sagen würde", sagte Trump.
Axios zufolge hat ein Vertreter des US-Verteidigungsministeriums die Darstellung bestätigt, gleichzeitig aber erklärt, dass das Besatzungsmitglied tatsächlich "God is good" gefunkt habe. Dies bedeutet "Gott ist gut" und wurde am Ostersonntag auch von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth auf X gepostet.
Trump zufolge haben Bekannte des abgeschossenen Waffenoffiziers nach dem Funkspruch erklärt, dass er ein sehr gläubiger Mensch sei, und der Funkspruch dementsprechend nicht überraschend klinge. Auch dies wurde vom Vertreter des Verteidigungsministeriums bestätigt: "Es gab anfangs Zweifel, aber wir blieben dran und stellten fest, dass er am Leben und nicht in Gefangenschaft war."
"Tausende Wilde haben ihn gejagt"
Der Waffenoffizier befand sich zusammen mit einem Piloten an Bord einer F-15E. Der Kampfjet wurde am Freitag im Einsatz über dem Iran abgeschossen. Beide Besatzungsmitglieder konnten sich per Schleudersitz retten. Den Piloten griffen Angehörige des US-Militärs rasch auf. Nach dem Waffenoffizier mussten mehr als 24 Stunden auf iranischem Gebiet gesucht werden.
Bei dem Wettrennen zwischen den Kräften Teherans und Washingtons kamen Berichten zufolge Hunderte US-Soldaten aus verschiedenen Spezialeinheiten zum Einsatz. Dutzende Flugzeuge, Drohnen und Helikopter waren ebenfalls an der Rettungsaktion beteiligt.
Trump zufolge hat sich der Waffenoffizier trotz seiner Verletzungen mehr als 24 Stunden lang in einer Felsspalte auf einem Berg versteckt. "Tausende dieser Wilden haben ihn gejagt", sagte der US-Präsident über die Angehörigen des iranischen Militärs. "Sie haben eine Prämie geboten, wenn er gefangen genommen wird. Sogar die Bevölkerung hat nach ihm gesucht."
"Sie hatten Glück"
Demzufolge hat das iranische Militär die F-15 mit einer schultergestützten Rakete abgeschossen. "Sie hatten Glück", sagte Trump bei Axios.
Laut dem Vertreter des US-Verteidigungsministeriums landeten die beiden Besatzungsmitglieder nach dem Abschuss der F-15 mehrere Kilometer voneinander entfernt. Demzufolge wurde der Pilot bei Tageslicht gerettet - unter schwerem Beschuss von iranischen Einheiten: "Überall waren Hunderte von Soldaten der Revolutionsgarden", wurde der Regierungsvertreter zitiert. Die Rettung des Waffenoffiziers fand dagegen in der Nacht statt.