US-Wahl 2020

Biden gut im Rennen, aber ... Das ist der augenblickliche Stand

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Gut 90.000 Stimmen sind allein in Pennsylvania noch offen ...

(Foto: dpa)

Es tut sich was: Im Bundesstaat Georgia ist der Vorsprung von Joe Biden im Rennen um das Weiße Haus noch ein Stück größer geworden. Und auch wenn noch immer nicht alle Stimmen ausgezählt sind: Es läuft gut für Biden. Noch aber müssen beide Kandidaten - und die Welt - abwarten.

Bei der Auszählung der US-Präsidentschaftswahl ist noch immer kein Sieger ermittelt worden. Im wichtigen Bundesstaat Georgia ist der Vorsprung von Joe Biden im Rennen um das Weiße Haus allerdings noch ein Stück größer geworden. Zum Stand 9 Uhr MEZ liegt der Demokrat um 7248 Stimmen vor Amtsinhaber Donald Trump, wie der TV-Sender CNN unter Berufung auf Zahlen der Wahlbehörde berichtete. Es war ein deutlicher Zuwachs im Vergleich zu den 4430 Stimmen Vorsprung wenige Stunden zuvor.

Angesichts des engen Rennens ist in Georgia eine Neuauszählung sehr wahrscheinlich. Der wachsende Abstand ist für Biden ein gutes Zeichen, dass er auch danach noch vorn liegen kann. Biden hatte in Georgia einen Vorsprung Trumps von zeitweise rund 300.000 Stimmen aufgeholt. Wenn der Demokrat in dem Bundesstaat gewinnt, kann Trump nicht mehr die für einen Sieg nötige Marke von 270 Wahlleuten erreichen.

Einige Tausend Briefwahlstimmen liegen in Georgia noch vor, außerdem stehen hier ebenso viele Stimmen zur Überprüfung an. Bei 8400 Wahlunterlagen, die an Militärangehörige nach Übersee verschickt worden waren, ist unklar, wie viele davon noch zurück auf dem Weg an die Wahlleiter sind. Am Freitag war eine Nachzählung aller Stimmen angekündigt worden, weil beim Gesamtergebnis des Staates Biden und Trump voraussichtlich weniger als einen halben Prozentpunkt auseinanderliegen werden.

Vorsprung in Arizona schmilzt

Insgesamt ist Biden auf Kurs, die Präsidentenwahl für sich zu entscheiden. Wenn er in Arizona oder Georgia gewinnt, braucht er nur noch einen weiteren Bundesstaat. Pennsylvania mit seinen 20 Wahlleuten könnte Biden sogar direkt den Sieg bringen. Beobachter gehen weiterhin davon aus, dass sich seine Lage weiter verbessert - rechnerisch wäre es aber durchaus immer noch möglich, dass sich das Blatt noch wenden könnte. In Pennsylvania liegt Biden inzwischen mit 28.833 Stimmen vorn.

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Darüber hinaus setzten die Behörden die Auswertung von bis zu 30.000 abgegebenen Stimmen fort, bei denen Daten nachkontrolliert werden mussten. Darunter sind beispielsweise solche von Wählern, die nicht in einem Wahlbüro abgestimmt haben, in dem sie registriert waren, sondern in einem anderen. Damit diese Stimmen gezählt werden können, halten Wahlhelfer Rücksprache mit dem ursprünglichen Wahlbüro.

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In Arizona sinkt Bidens Vorsprung auf knapp unter 30.000 Stimmen. Etwa 173.000 Stimmen stehen am Wochenende noch zur Auszählung an. In welchem Takt neue Ergebnisse verkündet werden sollen, ist bislang unklar. Zuletzt hatte Trump am Freitag zwar Boden gut gemacht, allerdings lag er damit nicht im nötigen Korridor, um am Ende doch noch den Staat zu gewinnen.

In Nevada verdoppelte Biden am Freitag seinen Vorsprung auf gut 22.700 Stimmen. Etwa 125.000 Stimmen stehen noch aus. Hier gehen Wahlkommentatoren nicht davon aus, dass sich durch noch ausstehende Stimmen etwas an dieser Mehrheit ändern würde, weil diese zu 90 Prozent aus Clark County mit der Großstadt Las Vegas stammen, wo die Demokraten starke Unterstützung bekommen.

Quelle: ntv.de, soe/dpa