Politik

Luftabwehrsysteme für Ukraine USA liefern weitere Waffen für 820 Millionen Dollar

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Zu dem neuen Paket zählt Munition für Mehrfachraketenwerfer vom Typ HIMARS.

(Foto: AP)

US-Präsident Biden kündigt beim NATO-Gipfel weitere Waffenlieferungen an die Ukraine an, nun werden die Details bekannt. Damit steigen die Zusagen der USA auf fast sieben Milliarden Dollar. Ein Großteil der neuen Hilfen stammt nicht aus Beständen.

Die USA haben der Ukraine weitere Waffenlieferungen im Umfang von 820 Millionen Dollar (786 Millionen Euro) zugesagt, damit sich das Land besser gegen russische Angriffe verteidigen kann. Die Lieferung umfasse zwei Luftabwehrsysteme vom Typ NASAMS, Munition für Mehrfachraketenwerfer vom Typ HIMARS und vier Radargeräte zur Artillerieabwehr, wie das US-Verteidigungsministerium mitteilte.

Die NASAMS-Luftabwehrsysteme werden vom US-Konzern Raytheon und der norwegischen Kongsberg-Gruppe hergestellt und können Boden-Luft-Raketen mit kurzer und mittlerer Reichweite abfeuern. Sie können gegen Flugzeuge, Drohnen und Marschflugkörper eingesetzt werden. Ein großer Teil der neuen Hilfen kommt nicht aus Beständen der USA, sondern aus einer Vereinbarung mit der Industrie.

Es ist bereits das 14. Rüstungspaket, mit dem Washington Kiew im Kampf gegen Russland unterstützt. Mit dem neuen Paket steigen die US-Zusagen bei Waffenlieferungen seit Kriegsbeginn auf einen Wert von 6,9 Milliarden Dollar.

Scholz: Deutschland orientiert sich an USA

US-Präsident Joe Biden hatte die neuen Hilfen bereits beim NATO-Gipfel in Madrid in Aussicht gestellt. Bundeskanzler Olaf Scholz hatte zuvor angekündigt, dass Deutschland bei den weiteren Waffenlieferungen in die Ukraine vor allem auf die USA schaue. "Wir orientieren uns immer bei dem, was wir machen, an den Lieferungen der Verbündeten, insbesondere den USA. Und das werden wir auch weiter tun", sagte er in der spanischen Hauptstadt.

Mit sieben Panzerhaubitzen sind vor wenigen Tagen auch die ersten schweren Waffen aus Deutschland in der Ukraine angekommen. Drei weitere Systeme sollen folgen. Zudem sind unter anderem Flakpanzer, Luftverteidigungssysteme und Mehrfachraketenwerfer zugesagt.

Quelle: ntv.de, chl/AFP/dpa

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