Politik

Machtkampf in Venezuela USA pochen auf Rückzug Maduros

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Venezuelas sozialistischer Machthaber Maduro ist den USA ein Dorn im Auge.

(Foto: picture alliance/dpa)

In den festgefahrenen politischen Machtkampf in Venezuela kommt wieder etwas Bewegung: In Norwegen sprechen Vertreter der gegnerischen Lager von Staatschef Maduro und Oppositionsführer Guaidó miteinander. Die USA grätschen aber dazwischen.

Die USA haben mit Blick auf die Verhandlungen zur Lösung des Venezuela-Konflikts in Norwegen ihre Forderung nach einem Machtwechsel in dem südamerikanischen Land bekräftigt. "Das Einzige, was es mit (Präsident) Nicolás Maduro zu verhandeln gibt, sind die Bedingungen für seinen Rückzug", sagte eine Sprecherin des US-Außenministeriums.

Erstmals seit Beginn des Machtkampfs zwischen Maduro und Oppositionsführer Juan Guaidó führen Vertreter beider Lager derzeit in Norwegen direkte Verhandlungen. Die Gespräche finden in der Hauptstadt Oslo statt, wie AFP aus Verhandlungskreisen erfuhr. Die US-Regierung ist nicht involviert.

Vorherige Verhandlungsversuche seien gescheitert, "weil das Regime sie nutzte, um die Opposition zu spalten und Zeit zu gewinnen", sagte die US-Außenamtssprecherin. Der Rückzug Maduros sei eine "Vorbedingung" für die Beilegung der Krise.

In Venezuela tobt seit Monaten ein Machtkampf zwischen Maduro und Guaidó. Guaidó wird von mehr als 50 Staaten als Übergangspräsident anerkannt, darunter die USA und Deutschland. Maduro kann bislang auf die Unterstützung großer Teile der Armee sowie Russlands, Chinas und Kubas zählen.

Quelle: n-tv.de, bad/rts

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