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"Wir sammeln noch Informationen" USA prüfen neuen Chemiewaffen-Verdacht

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Das Ministerium von US-Außenminister Pompeo geht Hinweisen auf einen mutmaßlichen Chemiewaffeneinsatz in Syrien nach.

(Foto: picture alliance/dpa)

Aus Syrien kommen neue Berichte über einen mutmaßlichen Giftgasangriff. Noch ist unklar, was genau im Nordwesten des Landes vorgefallen ist. Washington warnt Machthaber Assad und dessen Verbündeten Russland. Die USA, heißt es, würden "schnell und angemessen reagieren".

Das US-Außenministerium geht eigenen Angaben zufolge Hinweisen auf einen möglichen Chemiewaffeneinsatz der syrischen Führung nach. Der fragliche Vorfall soll sich vor wenigen Tagen im Nordwesten des Landes ereignet haben. Es gebe Anzeichen, dass die Kräfte des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad bei einer Attacke am vergangenen Sonntag Chemiewaffen eingesetzt hätten, hieß es aus Washington.

"Wir sammeln noch Informationen zu diesem Vorfall, aber wir wiederholen unsere Warnung, dass die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten schnell und in angemessener Weise reagieren werden, falls das Assad-Regime Chemiewaffen benutzt", erklärte die Sprecherin des US-Außenministeriums, Morgan Ortagus. US-Präsident Donald Trump und seine Regierung hatten Assad in der Vergangenheit bereits mehrfach für den Fall eines Einsatzes von Chemiewaffen mit schwerwiegenden Konsequenzen gedroht.

Auch Vorwürfe gegen Russland

Das US-Außenministerium warf der syrischen Führung und deren Verbündetem Russland zugleich vor, andere Gruppen fälschlicherweise des Einsatzes von Chemiewaffen zu bezichtigen.

Aus Syrien kommen immer wieder Berichte über mutmaßliche Giftgasangriffe, bei denen häufig auch zahlreiche Zivilisten zu Tode kamen. Anfang vergangenen Jahres hatte ein Bericht des UN-Hochkommissars für Menschenrechte 34 solcher Angriffe im Syrien-Krieg aufgelistet, die eindeutig nachweisbar seien. Auch die UN-Institution machte die Assad-Regierung für den Großteil der Angriffe verantwortlich. Assads Führung weist solche Vorwürfe regelmäßig zurück.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa/rts

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