Nach Angriffen am WochenendeUSA rechnen weiterhin mit Iran-Gesprächen

Wie geht es weiter zwischen den USA und dem Iran? Nach den Gefechten am Wochenende scheint die vereinbarte Waffenruhe schon wieder auf der Kippe zu stehen. Die US-Regierung will an den Verhandlungstisch zurückkehren.
Die USA gehen trotz mehrerer Angriffe während der eigentlich geltenden Waffenruhe davon aus, dass die Verhandlungen mit dem Iran in den kommenden Tagen weitergehen. "Es wurde nichts abgesagt", teilte ein hochrangiger US-Regierungsbeamter mit. Technische Gespräche zur Umsetzung des Rahmenabkommens liegen demnach für die kommenden Tage im Plan. Zudem seien die Kanäle zur Konfliktvermeidung eingerichtet und funktionsfähig. Wo die anvisierten Gespräche stattfinden sollen, sagte der Beamte nicht.
In den vergangenen Tagen hatte das US-Militär Ziele im Iran attackiert und von Vergeltungsmaßnahmen gesprochen. Vorangegangen waren jeweils Attacken auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus, für die Washington Teheran verantwortlich macht. Der Iran reagierte wiederum mit Luftschlägen in Nachbarländern. Damit drohte der Konflikt knapp zwei Wochen nach Unterzeichnung eines Rahmenabkommens wieder zu eskalieren.
Am vergangenen Mittwoch hatte US-Außenminister Marco Rubio eine Weiterführung der US-Iran-Gespräche auf technischer Ebene in Aussicht gestellt. Als Zeitraum brachte er Montag oder Dienstag ins Spiel. Rubio ging davon aus, dass erneut in der Schweiz verhandelt werde. Am Sonntag vor einer Woche hatten sich hochrangige Vertreter der USA, Irans und der Vermittlerstaaten Pakistan und Katar bereits zu Gesprächen in einem Luxusresort in der Nähe von Luzern getroffen. Dabei einigte man sich auf Arbeitsgruppen unter anderem zu Sanktionsfragen und dem iranischen Atomprogramm sowie Kontaktgruppen zur Straße von Hormus und der Waffenruhe im Libanon.
Die Verhandlungen bauen auf dem Rahmenabkommen auf, das zwischen den USA und Iran vereinbart worden war. Ziel der weiteren Gespräche soll ein möglicher Ausweg aus dem Krieg sein, den die USA und Israel am 28. Februar gegen den Iran begonnen hatten. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Zukunft des iranischen Atomprogramms.