Politik

Patriot-Alarm in der SchweizUSA sorgen für gigantische Verzögerung bei Waffenlieferung

13.05.2026, 16:00 Uhr
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Patriot-Systeme und die dazugehörigen Flugabwehrraketen sind Mangelware. (Foto: IMAGO/Scanpix)

Die USA und viele ihrer Partner setzen auf das Patriot-Flugabwehrsystem. Wegen des Iran-Kriegs verschieben sich jedoch die Prioritäten der Vereinigten Staaten. Sie können Verbündete nicht wie geplant versorgen.

Die Lieferung des Patriot-Raketenabwehrsystems aus den USA an die Schweiz wird sich wegen des Iran-Kriegs weiter verzögern und verteuern. Inzwischen hätten die USA mitgeteilt, dass mit einer Verzögerung von fünf bis sieben Jahren zu rechnen sei, teilte der Bundesrat mit.

Die Schweiz setzt die Zahlungen für das System weiterhin aus, erklärte die Regierung. Derzeit würden verschiedene Optionen geprüft, eine Entscheidung über das weitere Vorgehen werde voraussichtlich in diesem Sommer fallen. Bis dahin werden auch Rückmeldungen anderer möglicher Anbieter erwartet.

Ursprünglich war die Auslieferung für die Jahre 2026 bis 2028 geplant. Am späten Dienstagabend hatte der "Tages-Anzeiger" unter Berufung auf Insider berichtet, der Preis für die fünf Systeme könne sich von ursprünglich 2,3 auf 4,6 Milliarden Franken verdoppeln. Die Schweizer Beschaffungsbehörde armasuisse und das Pentagon reagierten nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.

Im vergangenen Monat hatten die USA ihre europäischen Partner über wahrscheinliche Verzögerungen bei bereits vereinbarten Waffenlieferungen informiert, da der Konflikt im Nahen Osten die Bestände weiter strapaziert. Die Schweizer Regierung hatte im April erklärt, dass ein Verzicht auf den Patriot-Kauf eine Option sei.

Quelle: ntv.de, rog/rts

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