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Georgier in Berlin erschossen USA vermuten Auftragsmord aus Moskau

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Die Tat geschah im Park "Kleiner Tiergarten" in Berlin-Moabit.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wer steckt hinter den tödlichen Schüssen auf einen Georgier in Berlin? Washington macht Russland verantwortlich. Aus US-Regierungskreisen heißt es, der Tatverdächtige sei mit einer falschen Identität nach Deutschland eingereist. Sein Reisepass lasse nur einen Schluss zu.

Die US-Regierung geht laut einem Zeitungsbericht davon aus, dass der Mord an einem Georgier im August in Berlin von Russland in Auftrag gegeben wurde. "Die Vereinigten Staaten glauben, dass Russland für diesen Mord verantwortlich ist", sagte ein US-Regierungsmitarbeiter dem "Wall Street Journal". Allerdings gab es demnach aus US-Regierungskreisen keine Angaben dazu, welche russische Behörde oder Behördenmitarbeiter hinter dem Verbrechen stecken sollen. Der Kreml hatte Ende August jegliche Verwicklung der russischen Regierung in den Mord bestritten.

Bei dem 40-jährigen Opfer handelt es sich nach Angaben der georgischen Bürgerrechtsorganisation EMC um Selimchan Changoschwili, der im zweiten Tschetschenien-Krieg (1999-2009) gegen die Russen gekämpft hatte. Laut der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" kam er Ende 2016 als Asylbewerber nach Deutschland, nachdem er bereits mehrfach Mordanschläge überlebt hatte.

Als Tatverdächtiger wurde ein 49-jähriger Russe festgenommen. Die US-Regierungsmitarbeiter sagten dem "Wall Street Journal", dass der Verdächtige mutmaßlich unter falscher Identität in den Schengen-Raum eingereist sei. Dies hatte zuvor bereits das Magazin "Der Spiegel" unter Berufung auf eigene Recherchen zusammen mit den Investigativnetzwerken "Bellingcat" und "The Insider" berichtet.

Verdächtiger soll verurteilter Mörder sein

Laut den vom "Wall Street Journal" zitierten US-Regierungskreisen war der Tatverdächtige erst kurz vor dem Verbrechen in Berlin aus einem russischen Gefängnis entlassen worden, wo er wegen Mordes eingesessen hatte. Er habe dann einen Pass unter dem mutmaßlich falschen Namen Wadim Sokolow ausgestellt bekommen. Anschließend habe er rasch bei der französischen Botschaft in Moskau ein Schengen-Visum beantragt und ausgestellt bekommen.

"Eine falsche Identität mit einem echten Reisepass kann nur von den russischen Behörden geliefert werden", sagte ein US-Regierungsmitarbeiter dem Blatt. Der Mann reiste diesen Angaben zufolge dann über Paris und Warschau nach Berlin.

Der Georgier war im Kleinen Tiergarten im Berliner Stadtteil Moabit von einem Fahrrad aus erschossen worden. Der tatverdächtige 49-Jährige wurde festgenommen, die Tatwaffe und das mutmaßliche Fluchtfahrrad von der Polizei beschlagnahmt. Um den Mord rankten sich von Anfang an Spekulationen, der Georgier könne wegen seiner Vergangenheit unter anderem als Mitglied georgischer Spezialkräfte Opfer eines Auftragsmords der russischen Geheimdienste gewesen sein.

Quelle: n-tv.de, hul/AFP

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