Politik

"Diskriminierende Praktiken" USA verschärfen Visaregeln - China ist empört

17.07.2026, 13:23 Uhr
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Donald Trump im Presseraum des Weißen Hauses. Statt bis zu fünf Jahren nun nur noch 90 Tage - besonders Medienschaffende aus China werden von den verschärften Visaregeln der USA hart getroffen. (Foto: picture alliance / Sipa USA)

Eigentlich gewähren die USA Journalistenvisa für bis zu fünf Jahre. Doch die Praxis hat ein Ende. Chinesische Medienvertreter sollen sogar nur noch eine Aufenthaltsgenehmigung für 90 Tage erhalten. Peking kritisiert die neue Regelung scharf und droht mit Gegenmaßnahmen.

China hat neue geplante Visa-Restriktionen der US-Regierung scharf kritisiert. China lehne die diskriminierenden Praktiken der USA gegenüber bestimmten Ländern entschieden ab, sagte Außenamtssprecher Lin Jian in Peking. Die neuen Vorschriften verstießen gegen bereits getroffene Übereinkünfte zu Medienfragen beider Seiten und beeinträchtigten die Arbeit chinesischer Medien in den USA erheblich, fuhr er fort.

Peking forderte, diskriminierende politische Maßnahmen gegen chinesische Journalisten unverzüglich aufzuheben und die Rechte und Interessen chinesischer Journalisten in den USA zu schützen. "China behält sich das Recht vor, entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen", sagte Lin.

"Tausende" betroffene Auslandsjournalisten

Die US-Regierung hatte zuvor mitgeteilt, die Bleibedauer für Auslandsjournalisten drastisch zu kürzen. Medienvertreter sollen laut einem veröffentlichten vorläufigen Dokument nur noch Visa für 240 Tage bekommen, statt wie zuvor so lange, wie sie die Voraussetzungen dafür erfüllen. In der Regel gewährten die USA Journalistenvisa für bis zu fünf Jahre. Journalisten aus China sollen den Aufenthaltstitel nur noch für 90 Tage erhalten, hieß es darin weiter.

Das Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) verurteilte das Vorgehen der US-Regierung und sprach von "Tausenden" möglicherweise betroffenen Auslandsjournalisten. Damit werde eine jahrzehntelange Politik aufgegeben, die es ausländischen Journalisten ermöglicht habe, aus den USA zu berichten, ohne befürchten zu müssen, dass ihr Visastatus gegen sie als Waffe eingesetzt werden könnte, teilte die Organisation mit.

Änderungen sieht die zuständige Behörde Homeland Security auch für Studenten-Visa vor. Diese sollen nur noch für die Dauer ihres Studiums und maximal vier Jahre bleiben dürfen.

Quelle: ntv.de, kaz/dpa

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