Politik

Hilfslieferungen für Venezuela USA wollen UN-Resolution

Im politischen Machtkampf in Venezuela haben die USA und Russland klar Position bezogen: Während Washington mit Hilfslieferungen gegen Präsident Maduro arbeitet, stärkt Moskau ihm den Rücken. Nun wollen die USA eine UN-Resolution erwirken.

Die USA wollen die Lieferung von Hilfsgütern nach Venezuela mit Hilfe einer Resolution im UN-Sicherheitsrat durchsetzen. Abgestimmt werden solle darüber nach Möglichkeit noch diese Woche, sagte der US-Beauftragte für Venezuela, Elliott Abrams. Auch zu den jüngsten Entwicklungen in der Krise werde diese Resolution Stellung beziehen und womöglich auch faire und freie Neuwahlen fordern, sagte Abrams.

Ein mögliches Veto Russlands bezeichnete Abrams als "beschämend". Russlands UN-Botschafter Wassili Nebensja kommentierte die Lieferung von Hilfsgütern in das südamerikanische Land in der Ratssitzung als "Zwangsernährung". Da Präsident Nicolás Maduro diese nicht genehmigt habe, verstießen die Lieferungen gegen die Souveränität des Landes.

Hilslieferungen nur ein US-Vorwand?

Der umstrittene Präsident Maduro und sein Herausforderer, der selbsternannte Interimspräsident Juan Guaidó, tragen ihren Machtkampf unter anderem über die Hilfsgüter aus. Diese Transporte seien vom "legitimen Interimspräsident Venezuelas" erbeten worden, sagte Abrams. Maduro sieht in den Lieferungen dagegen einen Vorwand für die USA, in Venezuela einzumarschieren und ihn zu stürzen.

Die USA hatten am Montag neue Finanzsanktionen verhängt. Mehrere Staaten erhöhten zudem den Druck auf Maduro, den Weg für eine faire und freie Neuwahl des Präsidenten freizumachen. Das wegen seiner weltweit größten Öl-Vorkommen eigentlich reiche Land ist in den vergangenen Jahren zunehmend in eine schwere Versorgungskrise abgeglitten. Mehr als drei Millionen Menschen sind aus dem Land geflüchtet.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa

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