Gouverneur meldet BrandUkraine greift abermals Riesen-Raffinerie an der Wolga an

Eine der zehn größten Erdölraffinerien Russlands wird wiederholt zum Ziel eines ukrainischen Angriffs. Videos von Zeugen sollen einen Brand in der Raffinerie zeigen. Auch der russische Gouverneur der Region berichtet von Schäden.
Die ukrainische Armee hat ihre Serie von Drohnenangriffen auf die russische Ölindustrie fortgesetzt und in der Nacht die große Raffinerie von Kstowo an der Wolga attackiert. Wie üblich bestätigte der Gouverneur des russischen Gebiets Nischni Nowgorod, Gleb Nikitin, den Angriff nur teilweise: "Herabstürzende Trümmer haben Schäden mit einem anschließenden Feuer an zwei Industrieobjekten im Kreis Kstowo verursacht", teilte er bei Telegram mit. Russische und ukrainische Telegramkanäle übernahmen Videos von Augenzeugen, die einen Brand in der Raffinerie zeigen sollen.
Die Raffinerie von Kstowo gehört dem zweitgrößten russischen Ölkonzern Lukoil und zählt zu den zehn größten des Landes. Der ukrainische Generalstab hatte am Dienstag einen Angriff auf die Anlage gemeldet.
Bereits 2025 war die Lukoil-Anlage in der Stadt Kstowo schon einmal Ziel ukrainischer Angriffe gewesen. Sie liegt fast 800 Kilometer und damit weiter als Moskau von ukrainischem Territorium entfernt.
Ukraine schickt Hunderte Drohnen
Die Ukraine greift seit Monaten verstärkt Raffinerien, Pumpstationen und Exporthäfen der russischen Ölindustrie an. So soll die Treibstoffversorgung des Gegners gestört werden, die Exportausfälle sollen die Kriegskasse des Kremls schmälern.
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau erfasste die ukrainische Angriffswelle erneut ganz West- und Zentralrussland. 273 feindliche Drohnen seien abgeschossen worden, hieß es. In St. Petersburg und dem Umland warnte der Zivilschutz die Bürger vor Drohnengefahr, wie die Agentur Tass meldete. Wegen der Drohnen in der Luft mussten viele russische Flughäfen ihren Betrieb zeitweise einschränken.