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Streit mit Russland Ukraine sucht Hilfe beim UN-Sicherheitsrat

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Der UN-Sicherheitsrat in New York.

(Foto: imago images / photothek)

Durch Russlands Angebot, Pässe für Ostukrainer unter erleichterten Vorgaben auszustellen, fühlt sich die Ukraine bedroht. Ausgerechnet der UN-Sicherheitsrat soll helfen. Doch dort wird der Aufruf wohl verhallen.

Die Ukraine hat den UN-Sicherheitsrat aufgerufen, im Streit um eine erleichterte Vergabe russischer Pässe an Bürger in der Ostukraine einzuschreiten. Der ukrainische UN-Botschafter Wolodymyr Jeltschenko bezeichnete das russische Vorgehen als "illegal". Er warnte vor einer "schleichenden Annexion" der Ostukraine.

Der Sicherheitsrat müsse das "schlimmste Szenario" verhindern und das russische Vorgehen verurteilen, sagte Jeltschenko. Allerdings hat Russland im wichtigsten Gremium der Vereinten Nationen ein Vetorecht und damit die Möglichkeit, jedes gegen sich gerichtete Vorgehen zu unterbinden.

Moskau hatte zuvor bekanntgegeben, dass für Bürger in der Ostukraine die Vergabe von russischen Pässen erleichtert werde. Ein von Präsident Wladimir Putin unterzeichnetes Dekret sieht vor, dass Menschen in den selbsterklärten Republiken Donezk und Lugansk im Osten der Ukraine künftig in einem vereinfachten Verfahren russische Pässe erhalten können. Demnach soll die Entscheidung der russischen Behörden über einen entsprechenden Antrag nicht länger als drei Monate dauern.

Ankündigung wird scharf kritisiert

Der Schritt Moskaus zur Passvergabe erfolgte wenige Tage nach der Wahl des Komikers und Politikneulings Wolodymyr Selenskyj zum neuen Staatschef der Ukraine. Deutschland, Frankreich und die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini haben die Ankündigung scharf kritisiert.

Im Osten der Ukraine kämpfen ukrainische Regierungstruppen seit Jahren gegen von Russland unterstützte Separatisten. Seit Beginn des Konflikts wurden rund 13.000 Menschen getötet. Deutschland und Frankreich sind Teil des sogenannten Normandie-Formats, in dem zusammen mit der Ukraine und Russland nach einer friedlichen Lösung gesucht wird.

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Quelle: n-tv.de, lou/AFP

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