Angriffe im Schwarzen MeerUkrainischer Geheimdienst bekennt sich zu Attacken auf Öltanker

Am Freitag kommt es zu Explosionen auf zwei Tankern, die im Schwarzen Meer unterwegs sind. Die Besatzungen werden gerettet, die Schiffe brennen lichterloh. Der Verdacht: Sie gehören zur russischen Schattenflotte. Unklar ist, was die Detonationen auslöste - bis jetzt.
Die Ukraine ist nach eigenen Angaben für Explosionen auf zwei Öltankern im Schwarzen Meer verantwortlich. "Modernisierte Marinedrohnen" vom Typ Sea Baby hätten die beiden Schiffe "erfolgreich ins Visier genommen", hieß es aus dem ukrainischen Inlandsgeheimdienst SBU.
Um den Angriff zu belegen, zeigte ein SBU-Vertreter ein Video, auf dem nach seinen Angaben Marinedrohnen zu sehen waren, die in Richtung zweier Schiffe glitten und dort Explosionen auslösten.
Auf den unter gambischer Flagge fahrenden Schiffen "Virat" und Kairos" war am Freitag im Schwarzen Meer vor der türkischen Küste Feuer ausgebrochen, insgesamt 45 Besatzungsmitglieder wurden nach türkischen Behördenangaben in Sicherheit gebracht.
Die "Kairos" war demnach ohne Fracht unterwegs in Richtung des russischen Schwarzmeerhafens Noworossijsk. Der ukrainische Geheimdienstvertreter erklärte nun, die "Virat" sei ebenfalls unbeladen auf dem Weg nach Noworossijsk gewesen. Demnach sollten beide Schiffe dort mit Mineralölprodukten befüllt werden.
Die angegriffenen Schiffe waren nach ukrainischer Einschätzung Teil der sogenannten russischen Schattenflotte. Diese exportiert unter Umgehung internationaler Sanktionen russisches Erdöl.