Politik

Kämpfe um Lyssytschansk Ukrainisches Militär verhindert Einkesselung

Ukrainische Soldaten haben nach eigenen Angaben "dem Feind erhebliche Verluste zugefügt und ihn zum Rückzug gezwungen". Eine Einkesselung der wichtigen Großstadt Lyssytschansk konnte somit erst einmal abgewendet werden. Die Luft- und Artillerieangriffe durch Russland gehen aber weiter.

Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben westlich von Lyssytschansk russische Angriffe zurückgeschlagen und damit eine Einkesselung der strategisch wichtigen Großstadt im Osten der Ukraine verhindert. "Nahe Werchnjokamjanka haben die Verteidigungskräfte dem Feind erhebliche Verluste zugefügt und ihn zum Rückzug gezwungen", teilte der ukrainische Generalstab in seinem Lagebericht mit.

Werchnjokamjanka liegt nur wenige Kilometer westlich von Lyssytschansk an der letzten wichtigen Versorgungsstraße für die Stadt. Lyssytschansk selbst war nach ukrainischen Angaben erneut Ziel schwerer Luft- und Artillerieangriffe. Russische Einheiten stehen im Süden bereits am Stadtrand. Mehrere Vororte sind ebenfalls unter Feuer geraten. In der Stadt sollen noch mehrere Tausend ukrainische Soldaten stationiert sein.

Gekämpft wird auch etwas weiter westlich im Raum Bachmut. Die Stadt ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Nach ukrainischen Angaben konnten hier ebenfalls Angriffe russischer Einheiten auf einen Vorort zurückgeschlagen werden.

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Beim russischen Vormarsch auf den Ballungsraum Slowjansk-Kramatorsk gibt es trotz heftiger Artilleriegefechte wenig Bewegung. Aus dem Süden des Landes, im Gebiet Cherson, meldet der Generalstab ebenfalls russische Artillerieangriffe. Zugleich habe die Luftwaffe dort "erfolgreiche Schläge" gegen feindliche Truppenansammlungen geflogen. Unabhängig lassen sich diese Angaben nicht überprüfen.

Unterdessen wurden bei einem russischen Raketenangriff in der südukrainischen Region Odessa nach Angaben der Behörden sechs Menschen verletzt. Darunter sei auch ein Kind, teilte ein Sprecher der Regionalverwaltung mit. Bei dem Angriff seien Wohngebäude zerstört worden und ein Feuer ausgebrochen. Russland hat wiederholt bestritten, zivile Ziele in der Ukraine anzugreifen.

Quelle: ntv.de, fzö/dpa/rts

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