Politik

RTL/n-tv-Trendbarometer Union hält die Grünen auf Abstand

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Wie sähen die Ergebnisse aus, wenn an diesem Sonntag Wahltag wäre? Befragt wurde eine repräsentative Auswahl an Bundesbürgern im Zeitraum vom 16. bis zum 20. September.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die politische Stimmung in Deutschland bleibt in der zurückliegenden Woche bemerkenswert stabil. Im RTL/n-tv-Trendbarometer können Union, SPD, Grüne, FDP und Linke ihre Position in der Wählergunst verteidigen. Lediglich bei der AfD zeigen sich bundesweit leichte Anzeichen der Schwäche.

Wie sähe das Wahlergebnis aus, wenn in Deutschland an diesem Sonntag Bundestagswahl wäre? Im aktuellen RTL/n-tv-Trendbarometer erweisen sich die Zustimmungswerte der großen Parteien weitgehend robust. In der Woche vor der Vorstellung des lang erwarteten Klimapakets liegen die beiden Unionsparteien mit einem hypothetischen Wahlergebnis von glatten 27 Prozent weiter deutlich unter dem Niveau der zurückliegenden Bundestagswahl 2017.

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"Anders als nach der Europawahl, als sich das politische Klima in Deutschland unter dem Eindruck des Ergebnisses deutlich veränderte, haben die Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg trotz der intensiven medialen und politischen Diskussion über das Wahlergebnis und dessen vermeintliche Folgen keine Umschwünge in der politischen Stimmung bewirkt", kommentierte Forsa-Chef Manfred Güllner die Entwicklung. "Auch das Wählerpotenzial der AfD ist trotz anderslautender Mutmaßungen im Vergleich zur Bundestagswahl von vor zwei Jahren kaum größer geworden."

Die SPD käme laut Trendbarometer aktuell auf 15 Prozent der Stimmen. Die FDP könnte mit 8 Prozent rechnen, die Grünen mit 22 Prozent und die Linke mit 7 Prozent. In der aktuellen Befragung durch das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa verliert lediglich die AfD gegenüber der Vorwoche einen Prozentpunkt, die kleinen Splitterparteien kommen zusammen wieder auf acht Prozent.

Größere Bewegungen zeigen sich dagegen in der Fläche: In vier ostdeutschen Bundesländern würde die AfD derzeit im Fall einer Bundestagswahl mehr als ein Fünftel der Wählerstimmen bekommen. Laut RTL/n-tv-Trendbarometer wäre dabei Sachsen mit 27 Prozent die größte der AfD-Hochburgen im Osten, gefolgt von Thüringen mit 26 Prozent. In Brandenburg käme die AfD auf einen Stimmenanteil von 22 Prozent und in Sachsen-Anhalt 20 Prozent. Das ergab eine Analyse der seit Juni 2019 erhobenen Umfragedaten.

Nur sieben Prozent für die AfD in Hamburg

Demgegenüber wäre die Partei im Norden und Westen am schwächsten: In Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Niedersachsen käme sie auf neun Prozent, in Bremen auf acht Prozent und am schwächsten würde die AfD bei einer Bundestagswahl in Hamburg abschneiden. Dort würden nur sieben Prozent der Wähler bei der AfD ihr Kreuz machen.

In ganz Deutschland fällt die Partei von den 14 Prozent der letzten Woche auf 13 Prozent zurück. Dieses Niveau hatte die "Alternative" schon den Sommer hindurch beinahe durchgehend erreicht. In Bezug auf die anderen Parteien sind die Präferenzen der Deutschen noch konstanter. Die CDU erreicht seit vier Wochen 27 Prozent in der Umfrage, die SPD bereits ebenso lange 15 Prozent. Die mediale Präsenz durch die öffentlichkeitswirksame Suche nach einer neuen Parteispitze hat ihr bislang nicht mehr Zuspruch eingebracht.

Bei der Kanzlerpräferenz vergrößert sich der Vorsprung von Olaf Scholz und Robert Habeck vor Annegret Kramp-Karrenbauer. Scholz und Habeck liegen jetzt mit 32 und 34 Prozent jeweils 16 Prozentpunkte vor "AKK", die im direkten Vergleich auf 17 und 18 Prozent der Stimmen käme.

Quelle: ntv.de, fni