Politik

Plünderungen, Brände, Rassismus Unruhen in Johannesburg: 70 Festnahmen

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Unruhen in Südafrika: Immer wieder kommt es zu gewalttätigen Ausschreitungen.

(Foto: picture alliance/dpa)

In Johannesburg brennen Häuser, Geschäfte werden geplündert: In Südafrika ist das keine Seltenheit. Oft ist Fremdenfeindlichkeit der Grund, die Südafrikaner machen Zuwanderer aus Nachbarländern für die hohe Arbeitslosigkeit im Land verantwortlich.

Im südafrikanischen Johannesburg sind nach fremdenfeindlichen Ausschreitungen Dutzende Menschen festgenommen worden. Die Polizei nahm nach eigenen Angaben mindestens 70 Verdächtige fest. Zuvor waren Hunderte Menschen durch eines der Hauptgeschäftszentren von Johannesburg gezogen. Sie plünderten Geschäfte, und setzten Autos und Gebäude in Brand. Sicherheitskräfte setzten Tränengas und Gummigeschosse gegen die Randalierer ein.

Die Unruhen hatten am Sonntag begonnen, nachdem ein Gebäude in der Innenstadt in Brand geraten und zusammengestürzt war. Drei Menschen kamen dabei ums Leben. Die Ausschreitungen breiteten sich danach auf andere Stadtteile Johannesburgs und die südafrikanische Hauptstadt Pretoria aus. Örtlichen Medienberichten zufolge wurden unter anderem Geschäfte von Einwanderern in Brand gesetzt.

Am Sonntag hatte sich überdies ein landesweiter Protest von Lkw-Fahrern gegen die Beschäftigung ausländischer Fahrer gerichtet. Ausschreitungen dieser Art kommen in Südafrika immer wieder vor. Einige Südafrikaner geben Einwanderern aus Nachbarländern wie Lesotho, Mosambik und Simbabwe die Schuld für die hohe Arbeitslosigkeit.

Quelle: ntv.de, bad/AFP