Politik

Angeblicher Invasionsversuch Venezula schickt US-Söldner 20 Jahre in Haft

US-Söldner nach gescheiterter Kommandoaktion zu hohen Haftstrafen verurteilt.

US-Söldner nach gescheiterter Kommandoaktion zu hohen Haftstrafen verurteilt.

(Foto: AP)

Anfang Mai versuchen US-Söldner anscheinend, den venezolanischen Präsident Maduro festzusetzen und in die Vereinigten Staaten zu bringen. Die Kommandoaktion scheitert. Die Söldner landen vor Gericht: Gegen die ersten beiden verhängt es lange Haftstrafen. Ein Menschenrechtsanwalt übt Kritik.

Zwei US-Söldner sind nach einer gescheiterten Kommandoaktion, die die Entführung von Venezuelas Präsidenten Nicolás Maduro zum Ziel hatte, zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Luke Denman und Airan Berry hätten sich zu ihrer Verantwortung bekannt und zugegeben, Verbrechen der Verschwörung, des illegalen Waffenhandels und des Terrorismus begangen zu haben, schrieb der venezolanische Generalstaatsanwalt Tarek William Saab auf Twitter.

Deshalb seien Luke Denman und Airan Berry zu jeweils 20 Jahren Haft verurteilt worden. Die beiden ehemaligen US-Soldaten hätten sich zu ihrer Verantwortung bekannt und zugegeben, Verbrechen der Verschwörung, des illegalen Waffenhandels und des Terrorismus Anfang Mai begangen zu haben, schrieb der venezolanische Generalstaatsanwalt weiter.

Die Anhörung gehe mit weiteren Angeklagten weiter. Das "Recht auf Verteidigung" sei bei den 34 und 41 Jahre alten Männern ignoriert worden, schrieb jedoch der Menschenrechtsanwalt Alonso Medina Roa ebenfalls auf Twitter.

Mindestens acht Menschen wurden bei Kämpfen mit Sicherheitskräften demnach getötet, zahlreiche weitere festgenommen. Hinter der "Operation Gedeón" soll die vom früheren US-Elitesoldaten Jordan Goudreau geleitete Söldnerfirma Silvercorp stecken. Offenbar wollten die Söldner Maduro festsetzen und in die Vereinigten Staaten bringen, wo er wegen Drogenhandels angeklagt und ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt wurde. Die Generalstaatsanwaltschaft beantragte weitere 22 Haftbefehle gegen mutmaßliche Mittäter.

Die USA bestritten jegliche Beteiligung ihrer Regierung an dem angeblichen Invasions- und Umsturzversuch. Der Vorfall hatte die angespannten Beziehungen zwischen den USA und Venezuela weiter belastet.

Quelle: ntv.de, ysc/AFP/dpa