"Vernichtend, ohne Gnade"US-U-Boot versenkt iranisches Kriegsschiff vor Sri Lanka

Der Iran-Konflikt tobt zunehmend auch außerhalb des Nahen Ostens. Im Indischen Ozean versenkt die US-Marine laut Verteidigungsminister Hegseth nun das "Vorzeigeschiff" des Iran. Laut sri-lankischen Behörden können mindestens 30 Besatzungsmitglieder gerettet werden, mehr als 100 werden vermisst.
Das US-Militär hat ein iranisches Kriegsschiff vor der Küste Sri Lankas angegriffen und versenkt. Ein U-Boot des Militärs habe ein iranisches Kriegsschiff im Indischen Ozean versenkt, sagte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, der sich selbst Kriegsminister nennt. Die Behörden in Sri Lanka teilten mit, es seien 32 Menschen gerettet worden, die an Bord des iranischen Schiffes gewesen seien. Mehrere Leichen seien aus dem Meer geborgen worden.
Die Raketenkorvette, die nach Angaben der US-Streitkräfte am Dienstagabend versenkt wurde, gehört zur Klasse "Shahid Soleimani". Hegseth nannte es das "Vorzeigeschiff" des Iran. Der Verteidigungsminister sagte zudem, die iranische Luftwaffe und Marine seien zerstört worden. "Die iranische Marine ruht auf dem Grund des Persischen Golfs", sagte Hegseth. "Amerika gewinnt, entschlossen, vernichtend und ohne Gnade". Es sei der erste Angriff dieser Art seit dem Zweiten Weltkrieg.
Zuvor war bekannt geworden, dass es auf der Fregatte "IRIS Dena" zu einer Explosion gekommen war. Die sri-lankischen Behörden hätten jedoch zunächst nichts über die Ursache der Explosion gesagt, berichtete die sri-lankische Zeitung "Daily Mirror" unter Berufung auf das Verteidigungsministerium. Mindestens 101 Besatzungsmitglieder des gesunkenen iranischen Kriegsschiffs werden nach Medienberichten im Indischen Ozean vor der Küste Sri Lankas vermisst. Auf der Fregatte seien zudem 78 Menschen verletzt worden.
Sri Lankas Außenminister Vijitha Herath bestätigte im Parlament lediglich den Einsatz, nannte aber keine Details zu möglichen Todesopfern. Die Marine habe um 06.00 Uhr morgens auf einen Notruf reagiert und Rettungsmaßnahmen eingeleitet. Mindestens 30 Menschen seien von den Streitkräften gerettet worden, Sri Lanka werde angemessene Maßnahmen ergreifen.
Lokalen Medienberichten zufolge hatte das Schiff vor der Küste der Stadt Galle im Süden des Landes Notsignale gesendet. Die Verletzten seien in eine Klinik der Stadt gebracht worden.