Politik

Verpflegung der Armee in Kritik Verteidigungsminister Resnikow weist Korruptionsvorwurf zurück

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Die Kosten für die Verpflegung ukrainischer Soldaten standen in der Kritik, Korruption habe es dabei laut Verteidigungsminister Resnikow aber nicht gegeben.

(Foto: picture alliance / Photoshot)

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Der ukrainische Verteidigungsminister steht wegen angeblich überhöhter Preise für die Verpflegung der Soldaten in der Kritik. Er weist jedoch den Vorwurf von Korruption von sich. Es habe zwar einen technischen Fehler bei den Preisen gegeben, allerdings falle der Preisanstieg geringer aus als die durchschnittliche Inflation.

Der ukrainische Verteidigungsminister Olexij Resnikow hat Vorwürfe der Korruption bei der Armeeverpflegung strikt zurückgewiesen. "Offensichtlichstes Ziel scheint der Versuch zu sein, das Vertrauen in das Verteidigungsministerium zu einem sehr wichtigen Zeitpunkt zu untergraben", schrieb der 56-Jährige bei Facebook. Es gebe keinerlei faktische Grundlage für die Vorwürfe.

Resnikow garantierte für die Untersuchungen völlige Transparenz. "Tatsächlich ist das ein gewöhnlicher technischer Fehler, den der Lieferant gemacht hat", erklärte der Minister die Preise für Eier. Statt Stückpreisen sei der 100-Gramm-Preis angegeben worden. Das würde den dreimal so hohen Preis im Vergleich zu Einzelhandelspreisen in der Hauptstadt Kiew erklären. Transportkosten einschließlich der Risiken für frontnahe Belieferung führten zu höheren Preisen. Für jeden Soldaten seien täglich Verpflegungskosten von umgerechnet knapp 3,40 Euro vorgesehen. Der Kostenanstieg seit dem vorigen Jahr betrage 21,5 Prozent, was unter der offiziellen Inflationsrate von 26,6 Prozent liege.

Zuvor hatte ein Medienbericht zu den Einkaufspreisen für die Armee für Wirbel gesorgt. Die Untersuchungsbehörden bestätigten, dass bereits Ermittlungen zu Einkäufen im Wert von umgerechnet rund 300 Millionen Euro eingeleitet wurden. Diese seien unabhängig von der Presseveröffentlichung begonnen worden.

Die Ukraine wehrt seit knapp elf Monaten eine russische Invasion ab. Die Finanzierung der Militärausgaben hängt dabei zu großen Teilen von westlichen Geldern ab. Das osteuropäische Land gilt als eines der korruptesten Länder Europas.

Quelle: ntv.de, als/dpa

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