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Umsetzung zieht sich hin Viele kriegen höhere Mütterrente erst später

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Bei der Mütterrente werden Erziehungszeiten von Kindern angerechnet, die vor 1992 geboren wurden.

(Foto: picture alliance / Patrick Pleul)

Die Mütterrente steigt mit dem nächsten Jahr. Trotzdem werden viele Mütter und Väter das Geld erst nach mehreren Monaten auf dem Konto haben. Die Rentenversicherung braucht für die Umstellung "etwas Zeit".

Ab Januar gilt eine höhere Mütterrente, doch nicht alle werden sie direkt ausgezahlt bekommen. "Unser Ziel ist: Bis Mitte des nächsten Jahres haben alle ihre höhere Mütterrente", sagte die Präsidentin der Rentenversicherung Bund, Gundula Roßbach, den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Wer ab Januar erstmals überhaupt eine Rente erhalte, bekomme die Mütterrente sofort. Bei allen, die ihre Rente schon vorher bekommen hätten, brauche die Rentenversicherung "etwas Zeit". Sie erhielten die Mütterrente schrittweise ab März ausgezahlt, dann aber rückwirkend zum 1. Januar, erklärte Roßbach weiter.

Die Mütterrente wird ab 2019 deutlich ausgeweitet. Erziehungszeiten für vor 1992 geborene Kinder werden stärker angerechnet. Die betreffenden Renten werden so pro Kind um monatlich 16,02 Euro brutto im Westen und um 15,35 Euro im Osten erhöht.

Insgesamt erhalten fast zehn Millionen Frauen und Männer die Mütterrente. Ihre Ausweitung ist Teil eines im Herbst auf den Weg gebrachten Rentenpakets der Bundesregierung. Die Ausweitung kostet 3,8 Milliarden Euro pro Jahr.

Quelle: n-tv.de, hul/AFP/dpa

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