Politik

Video von NRA-Chef LaPierre Waffenlobbyist scheitert an Elefanten-Tötung

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LaPierre bei einer Veranstaltung 2020.

(Foto: dpa)

Lange schien die Waffenlobby NRA in den USA unantastbar - so groß war ihr Einfluss. Doch das hat sich nach Skandalen rund um den Vorstand geändert. Nun gerät der Vorsitzende LaPierre weiter unter Druck. Ein Video zeigt, wie er vergeblich versucht, einen Elefanten in Botsuana zu töten. 

Eine auf Video festgehaltene Trophäenjagd des obersten US-Waffenlobbyisten Wayne LaPierre in Botsuana hat in den USA für Entsetzen gesorgt - und für Häme. Auf dem von der Zeitschrift "The New Yorker" und der Organisation "Trace" veröffentlichten Video aus dem Jahr 2013 ist zu sehen, wie der Chef der mächtigen Waffenlobby NRA erfolglos versucht, einem angeschossenen Elefanten den Gnadenschuss zu versetzen.

Das Video zeigt zunächst, wie LaPierre das Tier durch einen ersten Schuss verletzt. Aus kurzer Distanz schießt er dann drei weitere Male auf den Elefanten - doch die Schüsse gehen alle daneben. Den tödlichen Schuss auf das Tier feuert schließlich einer von LaPierres Jagd-Begleitern ab. Auf dem Video ist auch LaPierres Frau Susan zu sehen, die einen Elefanten tötet und anschließend dessen Schwanzspitze abschneidet. Dabei ruft sie: "Sieg!"

Die Gründerin der Organisation Moms Demand Action, Shannon Watts, twitterte, der NRA-Chef habe es geschafft, sowohl Jäger als auch Waffenbesitzer gegen sich aufzubringen, "weil dies nicht nur unmenschlich ist, sondern auch, weil er ein furchtbarer Schütze ist".

Juristische Verfolgung in New York

Die Rechtsdirektorin der Organisation Center for Biological Diversity, Tanya Sanerib, erklärte, sie sei "angewidert", von LaPierres "brutalem, unbeholfenem Gemetzel dieses schönen Lebewesens". "Kein Tier sollte auf diese Weise leiden", fügte sie hinzu.

Die NRA steht bereits wegen Veruntreuungsvorwürfen der New Yorker Staatsanwaltschaft gegen ihre Führung unter Druck. Im Januar hatte die Lobby-Organisation Insolvenz angemeldet und Antrag auf Gläubigerschutz bei einem Konkursgericht im texanischen Dallas gestellt. Mit dem Manöver wollte die Organisation ihrer weiteren juristischen Verfolgung in New York entkommen.

Der Schusswaffenverband ist in den USA umstritten, weil er sich konsequent für ein liberales Waffenrecht einsetzt und insbesondere in der republikanischen Partei großen Einfluss ausübt. Werden nach den häufigen Schießereien mit vielen Toten Rufe nach strengeren Waffengesetzen laut, ist es oftmals die NRA, die sich dem entgegenstellt und im Gegenteil eher noch die weitere Verbreitung von Waffen propagiert. Das wird damit begründet, dass sich potenzielle Opfer so besser verteidigen könnten.

Quelle: ntv.de, vpe/AFP

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