Politik

Dämpfer aus Sachsen-Anhalt Wahlergebnis trübt grüne Träume

Umfragen verheißen die grünen noch vor wenigen Wochen ein zweistelliges Ergebnis. Am Wahltag aber fällt der Zuwachs mager aus. Nach Ansicht der Parteispitze wiederholt sich ein ostdeutsches Phänomen. Für die Bundestagswahl soll das keine Folgen haben.

Katerstimmung bei den Grünen: Trotz Zugewinnen bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt bleibt die Partei hinter den eigenen Erwartungen. Man habe sich mehr erhofft, sagte Co-Vorsitzende und Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock. Man habe erlebt, was schon bei den vergangenen Wahlen in Ostdeutschland passiert sei: Viele Menschen hätten die Partei des Ministerpräsidenten gewählt, um zu verhindern, dass die AfD stärkste Kraft wird. Umfragen hatten den Grünen noch vor wenigen Monaten im Land zweistellige Werte vorausgesagt.

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Dennoch sei klar, dass die Grünen zugelegt hätten, sagte sie weiter. In der Koalition in Magdeburg mit CDU und SPD seien die Grünen ein verlässlicher Partner "für Stabilität und Demokratie" gewesen. Mit Blick auf die Bundestagswahl sagte sie, die Ausgangslage sei eine "komplett andere", auf Bundesebene gehe es darum, das Land nach der Pandemie zu erneuern.

Spitzenkandidatin Cornelia Lüddemann sagte, dass man sich trotz Zugewinnen "natürlich noch mehr Zuwächse gewünscht" hätte. Ministerpräsident Reiner Haseloff sei jetzt in der Lage, sich für eine Koalition zu entscheiden, in der entweder "mehr Klimaschutz" oder "die Klimabremser" zum Tragen kommen würden.

Quelle: ntv.de, jwu/hvo

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