Politik

Fast 90.000 Brände Waldvernichtung in Brasilien fast verdoppelt

123506455.jpg

Die Waldbrände im Amazonasgebiet erreichten im August ihren bisherigen Höhepunkt in diesem Jahr.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Feuer im brasilianischen Amazonasgebiet zerstören immer mehr Bereiche der grünen Lunge der Erde. Binnen eines Jahres verdoppelt sich die vernichtete Menge Wald laut Behördenangaben - allein im August verdreifacht sich die Zahl der Brandrodungen.

Die Vernichtung der Regenwälder im brasilianischen Amazonasgebiet hat sich nach Behördenangaben binnen eines Jahres nahezu verdoppelt. In den ersten acht Monaten dieses Jahres wurden bereits 6404 Quadratkilometer Wald zerstört, wie das brasilianische Institut für Weltraumforschung (Inpe) mitteilte. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 3367 Quadratkilometer. Das bedeutet einen Anstieg um 91,9 Prozent.

Allein im August wurden Satellitendaten zufolge 1700 Quadratkilometer Amazonas-Regenwald vernichtet, mehr als dreimal so viel wie im August 2018. Die Experten gehen davon aus, dass bis zum Jahresende insgesamt 10.000 Quadratkilometer Wald zerstört werden.

Fast 90.000 Brände

Der ultrarechte brasilianische Staatspräsident Jair Bolsonaro ist eng mit der Agrarlobby verbündet und hat Umweltschutzauflagen gelockert. Brasilianische Bauern durften zuletzt nicht mehr 5, sondern 20 Hektar Fläche abbrennen. Die Behörden, die illegale Rodungen verhindern sollen, wurden unter Bolsonaro geschwächt. Immer größere Waldflächen werden gerodet und anschließend abgebrannt, um Platz für die Landwirtschaft und Viehzucht zu machen.

Von Januar bis Ende August wurden in Brasilien nach Angaben von Inpe insgesamt 88.816 Feuer registriert, davon mehr als die Hälfte im Amazonasbecken. Das ist die höchste Zahl seit 2010, als im gesamten Jahr mehr als 132.000 Waldbrände gezählt wurden. Experten befürchten, dass die Zahl der Brände im Amazonasgebiet in diesem Monat noch zunehmen wird. Demnach liegt der Höhepunkt der Rodungen im Juli, die der anschließenden Brände im September.

*Datenschutz

Quelle: n-tv.de, bad/AFP

Mehr zum Thema