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EVP-Kandidat stellt Programm vor Weber: "Türkei wird nie EU-Mitglied"

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Will ehrlich mit der Türkei umgehen: Manfred Weber. Für ihn kommt ein türkischer EU-Beitritt nicht in Frage.

(Foto: imago images / ZUMA Press)

Das Wahlkampfprogramm von EVP-Kandidat Weber bedient viele Facetten: neue Jobs, effektiver Grenzschutz, weniger Bürokratie. Nationalisten erklärt der zum "Feind" und begräbt gleichzeitig die Hoffnungen eines EU-Beitrittskandidaten.

Der CSU-Politiker Manfred Weber will die Beitrittsverhandlungen der EU mit der Türkei stoppen. "Die Türkei wird nie Mitglied der EU", sagte er Journalisten bei seinem Wahlkampfauftakt in Athen. Das bedeute zwar keinen Abbruch der Beziehungen mit der Türkei, aber: "Wir müssen ehrlich miteinander sein."

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Manfred Weber (l.) an der Wurzeln der Demokratie - in Athen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mit seinem Programm sagt der 46-Jährige vor allem Nationalisten den Kampf an. Vor Vertretern der griechischen konservativen Partei Nea Dimokratia verwies er auf die Erfolge der Europäischen Volkspartei (EVP) in den vergangenen Jahrzehnten. Darauf könnten die Menschen auch in Zukunft vertrauen. Gefahr drohe von woanders: "Die Nationalisten sind die Feinde, gegen die wir 2019 kämpfen", sagte der EVP-Spitzenkandidat. Populismus sei ein Problem, und gerade auch in Griechenland könne man sehen, wohin er führe, sagte Weber. Dort hätten Alexis Tsipras und seine linke Partei Syriza süße Versprechen gegeben und nie umgesetzt.

Weber, der Jean-Claude Juncker als EU-Kommissionschef nachfolgen will, versicherte dem griechischen Oppositionsführer Kyriakos Mitsotakis, noch in diesem Jahr werde dieser in Athen das Steuer als Regierungschef übernehmen. In Griechenland finden spätestens im Oktober dieses Jahres Parlamentswahlen statt.

Auch für die weiteren Punkte des Programms erhielt Weber in Athen Applaus. Dazu gehört der Plan, fünf Millionen Jobs zu schaffen, die EU-Bürokratie zu entschlacken, einen europäischen Masterplan im Kampf gegen Krebs zu entwickeln sowie die Bestrebung, Einwegplastik künftig weltweit zu bannen. Außerdem müssten die 10.000 Frontex-Soldaten, die für den Grenzschutz geplant seien, nicht erst bis 2027, sondern spätestens bis zum Jahr 2022 einsatzbereit sein, forderte der CSU-Politiker. Webers größter Kontrahent für das Amt des Kommissionspräsidenten ist der Niederländer Frans Timmermans, der für die europäischen Sozialdemokraten Wahlkampf macht.

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Quelle: n-tv.de, mba/dpa

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