Politik

"Austausch läuft doch längst" Weidel: AfD-Bund mit CDU nur Frage der Zeit

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Alice Weidel verschränkt sich nicht vor einer Zusammenarbeit mit der CDU.

(Foto: imago images/Christian Thiel)

Die erste kommunale Parteizusammenarbeit zwischen CDU und AfD sorgte bereits für bundesweites Aufsehen. Die Fraktionschefin der Rechtspopulisten glaubt, eine Zusammenarbeit sei gar nicht so abwegig. Laut Weidel würde man bereits im informellen Austausch stehen.

Erste Regierungsbündnisse zwischen CDU und AfD sind nach Einschätzung der AfD-Fraktionschefin im Bundestag, Alice Weidel, nur noch eine Frage der Zeit. "Manche Gebietsverbände der CDU wollen mit der AfD zusammenarbeiten, der informelle Austausch zwischen AfD und CDU läuft da doch längst", sagte sie der "Rheinischen Post".

Dies gelte für den Osten insgesamt. "Vor Ort sind die Leute im Austausch", sagte sie demnach. Wenn die CDU-Parteiführung das von oben herab verbieten wolle, zeige das, wie weit weg sie von der Realität sei. "Die CDU im Osten ist teilweise deutlich weiter als man in Berlin glaubt. Das können sie nicht mehr aufhalten." Die CDU hatte im Dezember 2018 auf ihrem Parteitag in Hamburg zum wiederholten Mal beschlossen, "Koalitionen und ähnliche Formen der Zusammenarbeit" sowohl mit der Linkspartei als auch mit der Alternative für Deutschland abzulehnen.

Die erste Parteizusammenarbeit zwischen CDU und AfD hatte auf kommunaler Ebene zum Parteiausschluss der pfälzischen Politikerin Monika Schirdewahn geführt. Das Bezirksparteigericht der CDU hatte nach der mündlichen Verhandlung erklärt, Schirdewahn habe erheblich gegen die Grundsätze und die Ordnung der CDU verstoßen. Ihr Verhalten sei parteischädigend. Die 62-Jährige hatte im Gemeinderat von Frankenstein (Kreis Kaiserslautern) mit ihrem AfD-Ehemann eine Fraktionsgemeinschaft gebildet. Beide sind in dem Rat die einzigen Vertreter ihrer Parteien.

Quelle: n-tv.de, mba/dpa

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