Politik

Weißes Haus und Teheran prüfenPakistan legt Vorschlag zu Waffenruhe im Iran vor

07.04.2026, 23:44 Uhr
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Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif bittet Trump um Aufschub. (Foto: picture alliance / HELMUT FOHRINGER / APA / picturedesk.com)

Wenige Stunden vor dem Ablauf von Trumps Ultimatum gegen das iranische Regime legt Pakistan einen Vorschlag für eine zweiwöchige Waffenruhe auf den Tisch. Der Iran solle die Straße von Hormus für diese Zeit öffnen, heißt es darin. Teheran und Washington müssen nun antworten.

Die Friedensverhandlungen im Iran-Krieg machen nach Angaben des Vermittlers Pakistan Fortschritte. Die diplomatischen Bemühungen schritten "stetig, entschlossen und kraftvoll voran und könnten in naher Zukunft zu substanziellen Ergebnissen führen", teilte der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif auf X mit. Er bitte daher US-Präsident Donald Trump eindringlich darum, sein Ultimatum um zwei Wochen zu verlängern.

Das Ultimatum, mit dem Trump den "Untergang einer ganzen Zivilisation androhte", soll nach deutscher Zeit um 2.00 Uhr morgens an diesem Mittwoch auslaufen. Der Sender Fox News zitierte Trump mit den Worten, die USA befänden sich in "hitzigen Verhandlungen".

Ursprünglich hatte Pakistan nach US-Medienberichten eine Waffenruhe von 45 Tagen ins Gespräch gebracht. Der US-Präsident hatte dies als "wichtigen Schritt" bezeichnet, der allerdings nicht ausreiche.

Leavitt kündigt Antwort der USA an

An den Iran richtete der pakistanische Premierminister die Bitte, die Straße von Hormus als Geste des guten Willens für zwei Wochen zu öffnen. Außerdem forderte er einen Waffenstillstand. Neben Pakistan vermitteln Saudi-Arabien, Ägypten und die Türkei zwischen Washington und Teheran.

Aus den USA hieß es: "Der Präsident wurde über den Vorschlag informiert, und es wird eine Antwort folgen", sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, dem Portal "Axios". Ein ranghoher Vertreter des Iran sagte der Nachrichtenagentur Reuters, der Iran prüfe wohlwollend den Vorschlag Pakistans für eine zweiwöchige Waffenruhe.

Kurz vor Ablauf der Frist hatte Trump nachgelegt und dem Iran mit der Auslöschung seiner "ganzen Zivilisation" gedroht. Trump hatte sein Ultimatum an den Iran ursprünglich bereits am 21. März gestellt. Danach verlängerte er es aber mehrfach. Zu den Bedingungen machte er widersprüchliche Angaben. Neben der Öffnung der Straße von Hormus verlangte er, der Iran müsse sich zur Aufgabe seines Atomprogramms verpflichten.

Quelle: ntv.de, mau/dpa/AFP/rts

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