Politik

Nach Besuch von Nancy Pelosi Weitere US-Delegation reist nach Taiwan

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Die US-Delegation kam am Flughafen Taipeh-Songshan an.

(Foto: picture alliance/dpa/Taiwan Ministry of Foreign Affairs/AP)

Trotz massiver Drohungen reiste US-Spitzenpolitikerin Nancy Pelosi vor gut zwei Wochen nach Taiwan. China reagierte daraufhin mit einem großen Militärmanöver. Nun besucht eine weitere US-Delegation die Inselrepublik. Man wolle sich nicht vor Einschüchterungen fürchten, heißt es.

Gut zehn Tage nach dem Besuch von US-Spitzenpolitikerin Nancy Pelosi ist eine weitere Delegation des US-Kongresses zu einem unangekündigten Besuch in Taiwan eingetroffen. Die Delegation werde mit hochrangigen taiwanischen Politikern zusammentreffen, um über die bilateralen Beziehungen, regionale Sicherheit, Handel und Investitionen, Klimawandel und andere wichtige Themen zu sprechen, teilte das US-Institut in Taipeh mit.

Die fünfköpfige Delegation werde von Ed Markey angeführt und bis Montag im Rahmen "eines längeren Besuchs in der indopazifischen Region" in Taiwan bleiben, hieß es weiter.

"Spannungen in der Region weiter verschärft"

Laut taiwanischem Außenministerium sind Treffen sowohl mit Präsidentin Tsai Ing-wen als auch mit Außenminister Joseph Wu geplant. In einer Erklärung des Ministeriums hieß es, da China "die Spannungen in der Region weiter verschärft", habe der US-Kongress erneut eine hochrangige Delegation zu einem Besuch nach Taiwan entsandt, "um eine Freundschaft zu zeigen, die sich nicht vor Chinas Drohungen und Einschüchterungen fürchtet".

Die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses Nancy Pelosi hatte im Rahmen ihrer Asien-Reise vor wenigen Wochen trotz massiver Drohungen aus China auch Taiwan besucht. Sie wertete ihren Besuch als Zeichen der Solidarität mit der auf Unabhängigkeit beharrenden Insel, die von China als eigenes Staatsgebiet beansprucht wird.

Als Reaktion auf den Taiwan-Besuch Pelosis hatte China die größten Militärmanöver seiner Geschichte in den Gewässern rund um Taiwan abgehalten. Peking betrachtet die Insel als abtrünniges Gebiet, das es wieder mit dem Festland vereinigen will - notfalls mit militärischer Gewalt.

Quelle: ntv.de, can/AFP/rts

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