Politik

Folge der Coronavirus-Pandemie Weltbank warnt vor Armuts-Zunahme

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Auf Stelzen gebaute Elendsquartiere in Manila: Der Weltbank zufolge sorgt die Coronavirus-Pandemie für einen deutlichen Anstieg von in Armut lebenden Menschen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Jobverlust, Obdachlosigkeit - und Armut: Die Folgen der Coronavirus-Pandemie können drastisch sein. Die Weltbank malt deshalb ein düsteres Bild. Sie rechnet mit einer deutlichen Zunahme von Menschen, die in extremer Armut leben müssen.

Die Weltbank hat vor einer deutlichen Zunahme der extremen Armut rund um den Globus als Folge der Corona-Pandemie gewarnt. Nach Schätzung der Weltbank könnten durch die Pandemie bis zu 60 Millionen Menschen in bitterste Not abrutschen, wie der Direktor der auf Entwicklungsmaßnahmen spezialisierten Finanzinstitution, David Malpass, sagte.

Die in den vergangenen drei Jahre erzielten Fortschritte in der weltweiten Armutsbekämpfung würden durch die Corona-Krise zunichte gemacht, beklagte Malpass. Die Weltbank geht nach seinen Angaben davon aus, dass die Weltwirtschaft in diesem Jahr um fünf Prozent schrumpft. Dies treffe die ärmsten Länder besonders hart.

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Die Weltbank hat bislang rund 5,5 Milliarden Dollar (fünf Milliarden Euro) zur Unterstützung armer Länder im Kampf gegen die gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Corona-Krise ausgegeben. Malpass appellierte an die Geberländer, zusätzlich ihre bilateralen Hilfen an arme Länder aufzustocken. Der Weltbank-Direktor nannte auch die Wiederbelebung des Tourismus einen wichtigen Faktor, um Entwicklungsländern bei der Bewältigung der Krise zu helfen.

Quelle: ntv.de, bad/AFP