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Brexit-Initiator in Washington Wird Farage Trumps "inoffizieller" Berater?

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Sind sich politisch einig: Nigel Farage und Donald Trump.

(Foto: AP)

Ex-Ukip-Chef Nigel Farage ist ein großer Fan vom neuen US-Präsidenten Donald Trump. So erklärt sich wohl auch sein baldiger Umzug nach Washington. Dort hat der Brite offiziell einen neuen Job - und inoffiziell vielleicht auch noch einen weiteren.

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Der Ex-Chef der EU-kritischen Ukip-Partei, Nigel Farage, wird politischer Kommentator des konservativen US-amerikanischen Senders Fox News. Offiziell ist der Brite Nigel Farage dort für "politische Analysen" bei Fox News und dem Fox Business Network engagiert worden, wie der Medienkonzern am Tag von Trumps Amtseinführung verkündete.

Der Brexit-Befürworter gilt seit langem als Anhänger und Bewunderer des neuen US-Präsidenten Donald Trump. Diese Zuneigung scheint jedoch beidseitig zu sein. So hatte Trump kurz nach seiner Wahl Farage als britischen Botschafter in Washington ins Spiel gebracht. Die britische Regierung durchkreuzte zwar die Pläne der beiden Freunde, trotzdem scheint sich aber eine Alternativlösung gefunden zu haben.

So plauderte Phil Bryant, Gouverneur von Mississippi und Trump-Vertrauter, am Rande einer Party über Farages Rolle in Washington. Demnach soll der Brite direkt mit dem US-Präsidenten zusammenarbeiten. Dieser vertraue Farage vollkommen und werde sich in Zukunft häufiger an diesen für Rat wenden. Wir nennen dieses Verhältnis "eng, aber inoffiziell", bestätigte Bryant laut einem Bericht der britischen Zeitung "The Telegraph".

Farage hatte bereits vor der US-Wahl im vergangenen November erklärt, er würde gerne für Trump arbeiten. Während Trumps Wahlkampagne hatte der Initiator vom Brexit eine Rede bei einer der zahlreichen Kundgebungen gehalten. Der Einzug des Republikaners ins Weiße Haus erscheine ihm als Teil einer "größeren, globalen Bewegung", sagte Farage. Trumps Wahlsieg stehe nicht für einen wachsenden Populismus: "Ich würde sagen, dass es sich lediglich um die Rückkehr zu einer nationalstaatlichen Demokratie und den entsprechenden Werten handelt."

Quelle: n-tv.de, lou/dpa

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