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Beweise offenbar zurückgehalten Wollte Fox News Trump-Affäre vertuschen?

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Stormy Daniels behauptet, eine Affäre mit Donald Trump gehabt zu haben.

(Foto: AP)

Der Sender Fox News soll bereits vor der US-Präsidentschaftswahl Informationen über die mutmaßliche Affäre zwischen Donald Trump und Pornodarstellerin Stormy Daniels gehabt haben. Doch der Sender berichtet nicht über den Fall - offenbar um Trumps Wahlchancen nicht zu gefährden.

Fox News wusste offenbar schon 2016 über die mutmaßliche Affäre zwischen Donald Trump und der Pornodarstellerin Stormy Daniels Bescheid. Laut einem Bericht des "New Yorker" blockierte der US-Fernsehsender einen Monat vor der Präsidentschaftswahl aber die Berichterstattung über den Fall. Angeblich, weil sich Fox-Chef Rupert Murdoch einen Wahlsieg Trumps wünschte. Dieser sollte offenbar nicht durch eine negative Berichterstattung gefährdet werden.

Wie der "New Yorker" vermeldet soll Diana Falzone, eine ehemalige Reporterin von Fox News, Beweise besessen haben, die eine heimliche Beziehung zwischen Daniels und Trump belegen. Außerdem sollen ihr E-Mails vorgelegen haben, die Schweigegeldzahlungen von Trumps Anwalt Michael Cohen an Daniels, die bürgerlich Stephanie Clifford heißt, beweisen.

Chefredakteur Ken LaCorte soll eine entsprechende Berichterstattung aber abgelehnt haben. Zu Falzone soll er gesagt haben: "Gute Arbeit, Kleines. Aber Rupert will, dass Donald Trump gewinnt. Also lass es bleiben." Auf Anfrage des "New Yorker" bestritt LaCorte die Schilderung. Ein Kollege Falzones bestätigte hingegen, dass die Reporterin ihm den Vorfall damals so geschildert habe. Ein Jahr nach ihren Recherchen wurde Falzone ohne Begründung von Fox News degradiert, woraufhin sie den Sender verklagte. Im Zuge einer Einigung habe sie laut "New Yorker" eine Verschwiegenheitsklausel unterzeichnet, wonach sie nicht über die Vorgänge sprechen darf.

Die Zahlung von 130.000 Dollar Schweigegeld durch Trumps Anwalt Cohen an die Pornodarstellerin war erst 2018 durch einen Bericht des "Wall Street Journal" öffentlich geworden. Das Bekanntwerden der Zahlung löste in den USA ein politisches Beben aus, da es sich um eine illegale Wahlkampfspende handeln könnte. Erst kürzlich sagte Cohen vor dem US-Repräsentantenhaus aus. Dort bestätigte er, Daniels im Auftrag Trumps insgesamt elf Schecks überbracht zu haben. Auch Trump hat die Zahlung an Daniels mittlerweile zugegeben. Eine Affäre mit der 39-Jährigen dementiert er aber. Die Pornodarstellerin behauptet hingegen, im Jahr 2006 mit dem heutigen US-Präsidenten Geschlechtsverkehr gehabt zu haben.

Quelle: n-tv.de, jpe

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