Politik

Proteste in mehreren US-Staaten Wütende Trump-Fans belagern Wahllokale

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Trump-Anhänger im Bezirk Maricopa County.

(Foto: AP)

Unterstützer von US-Präsident Trump versammeln sich in der Nacht in mehreren Bundesstaaten vor Wahllokalen. Während in Arizona auf eine weitere Stimmenauszählung gepocht wird, fordern Protestler in Michigan einen sofortigen Stopp.

In den USA ist es in der Nacht wegen der unklaren Lage bei der Präsidentenwahl vielerorts zu Protesten vor Wahllokalen gekommen. In Portland im Bundesstaat Oregon nahm die Polizei eigenen Angaben zufolge bei Demonstrationen zehn Personen fest und stellte waffentaugliches Material sicher. Gouverneurin Kate Brown forderte die Nationalgarde an, um die "weitverbreitete Gewalt" einzudämmen.

In New York City wurden bei Protesten nach Polizeiangaben ebenfalls Personen festgenommen. Parallel dazu kam es in Atlanta, Detroit und Oakland zu Demonstrationen. Teilweise forderten die Teilnehmer, dass die Auszählung der Stimmen in den noch offenen Bundesstaaten fortgesetzt wird. Bei anderen Kundgebungen, wie beispielsweise in Detroit, wurde hingegen ein Stopp der Auszählungen gefordert.

Auch vor einem Behördengebäude in Arizona, in dem Stimmen ausgezählt werden, hat sich in der Nacht eine große Gruppe von Trump-Anhängern versammelt. Mehrere unter ihnen hätten Automatikgewehre bei sich geführt, berichtete eine Korrespondentin des Nachrichtensenders CNN in einer Live-Schaltung. Auf Fernsehbildern waren mehrere Dutzend Personen auf dem Parkplatz vor dem Gebäude im Bezirk Maricopa County zu sehen, zu dem unter anderem die Stadt Phoenix gehört.

Während die Auszählung in Arizona läuft, wurden die elf Wahlleute des Bundesstaates von der Nachrichtenagentur AP und dem Sender Fox News bereits dem demokratischen Kandidaten Joe Biden zugeschlagen. Andere Sender hielten sich noch zurück. Biden führt nach den bisher ausgezählten Stimmen, am Mittwoch war der Vorsprung aber zeitweise geschrumpft. In dem Bundesstaat wird noch auf Zahlen aus dem Maricopa County gewartet.

Dessen Wahlbehörde betonte, dass die Stimmauszählung fortgesetzt werde. Das Gebäude wurde unterdessen abgeriegelt und die Journalisten mussten es verlassen. Mit den Wahlleuten in Arizona bräuchte Biden nur noch einen weiteren Bundesstaat, um die Präsidentenwahl zu gewinnen. Er führt auch knapp in Nevada - und holt in Pennsylvania und Georgia auf. Die Auszählung in den Bundesstaaten könnte aber noch einige Zeit dauern.

Quelle: ntv.de, jpe/rts/dpa

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