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Syrische Luftwaffe bombardiert Aleppo Zivilisten sterben durch Fassbomben

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Assads Truppen setzen Fassbomben neuerdings zunehmend in den von den Rebellen kontrollierten Teilen Aleppos ein.

REUTERS

Syrische Regierungstruppen werfen sogenannte "Fassbomben" aus Helikoptern auf Rebellenhochburgen in der nördlichen Metropole Aleppo ab. Dabei werden viele Menschen getötet - auch Frauen und Kinder. "Fassbomben" entfalten eine enormebreite Streuwirkung.

Durch Luftangriffe mit Fassbomben sind in der syrischen Stadt Aleppo nach Angaben von Aktivisten mindestens 85 Menschen getötet worden, darunter viele Zivilisten und rund ein Dutzend Kinder. Wie die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte, warf die syrische Luftwaffe die mit dem Sprengstoff TNT gefüllten Fässer von Hubschraubern oder Flugzeugen aus auf Rebellenhochburgen im Osten der Stadt ab. Allein im Stadtteil Tarik al-Bab seien so 33 Menschen getötet worden. Laut der Beobachtungsstelle waren zuvor bei einem ähnlichen Angriff acht Kämpfer der islamistischen Rebellengruppe Al-Nusra-Front getötet worden.

Die syrische Armee kontrolliert den Westen von Aleppo, während die Rebellen den Osten halten. Die in Großbritannien ansässige Nichtregierungsorganisation Beobachtungsstelle für Menschenrechte bezieht ihre Informationen aus einem Netz von Informanten vor Ort, ihre Angaben können von unabhängiger Seite nur schwer überprüft werden.

Im syrischen Bürgerkrieg sollen nach Angaben der oppositionsnahen Aktivisten bereits mehr als 136.000 Menschen ums Leben gekommen. Unter den rund 48.000 getöteten Zivilisten seien auch mehr als 7300 Kinder, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

Der im März 2011 begonnene Bürgerkrieg in Syrien hat unzählige Familien zerrissen und mehrere Millionen Menschen aus ihren Heimatorten vertrieben. Vergangene Woche begannen erste Direktverhandlungen zwischen den Konfliktparteien auf einer Friedenskonferenz am Genfer See. Die Gespräche endeten aber am Freitag ohne Ergebnisse. Die Regierungsdelegation aus Damaskus schloss Zugeständnisse auch für die möglichen weiteren Verhandlungen aus.

Quelle: n-tv.de, ppo/dpa/rts

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