Fünf Geräte ab 900 WattBye-bye Bad Hair Day? Diese Warmluftbürste glänzt im Styling-Test
Von Isabella Campanelli
Warmluftbürsten sollen das Haar nicht nur trocknen, sondern ihm auch Glanz und Volumen verleihen. Aber welches günstige Modell überzeugt wirklich? Für den ntv Produkt-Check testen wir fünf Gadgets unter 50 Euro.
Warmluftbürsten - auch Föhnbürsten genannt - versprechen ein "Frisch-vom-Friseur"-Gefühl. Dafür pusten die Geräte warme Luft durch Öffnungen zwischen den Borsten, trocknen das Haar und bringen es gleichzeitig in Form. Viele Bürsten bieten mehrere Temperatur- und Gebläsestufen sowie eine Kaltluftfunktion, die das Styling fixieren soll. Die Modelle im Test kommen zudem mit verschiedenen Stylingaufsätzen, um unterschiedliche Haartypen und Looks abzudecken.
Föhnbürsten im Test - das Fazit
Der BaByliss Air Style 1000* sichert sich in unserem Test den Sieg: Das Tool ist vielseitig und lässt sich intuitiv bedienen, das Styling-Ergebnis überzeugt mit glänzendem, samtig-weichem Haar, schönem Schwung und viel Volumen am Ansatz. Daneben ist die Bürste angenehm in Sachen Lautstärke und hält die Frisur lange in Form.
So testen wir die Föhnbürsten von Revlon, Wavytalk, BaByliss, Remington und Beurer
Wir testen die Bürsten am frisch gewaschenen, handtuchtrockenem Haar und setzen den Fokus auf das Trocknen, Glätten und Formen der Haare. Außer Hitzeschutz kommen keine weiteren Styling-Produkte zum Einsatz. Die Lautstärke erfassen wir per App auf höchster Stufe aus rund zehn Zentimetern Abstand. Im Anschluss prüfen wir, wie lange die Frisur im Alltag in Form bleibt.
Daneben bewerten wir folgende Testkriterien:
Funktion und Leistung: Styling-Erlebnis, Wattzahl, Anzahl der Heiz- und Gebläsestufen, Kaltstufe, Hitzeentwicklung sowie Ergebnisqualität
Handhabung und Ergonomie: Bedienung, Wechsel der Aufsätze, Lautstärke, Gewicht, Kabel und Griffform
Preis-Leistungs-Verhältnis
Verarbeitung: Materialqualität, Knöpfe, Stabilität, Geruch
Ausstattung und Features: Aufsätze sowie Zubehör (Klammern, Handschuh oder Kamm)
Nachhaltigkeit: Verpackungsmaterial und Energieverbrauch in kWh
Die Warmluftbürsten im Test
Hinweis: Die Preise sind volatil, Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, wurden sie nach Veröffentlichung des Artikels durch den Händler geändert.
Testsieger: BaByliss Air Style 1000 Warmluftbürste
Kurz und knapp: Der BaByliss Air Style lässt sich leicht bedienen, wird nicht zu heiß und bändigt das Haar ohne zu ziepen. Die Ionen-Technologie sorgt für ein glänzendes, geschmeidiges Ergebnis mit leichtem Schwung.
Beim Auspacken fällt sofort auf, dass die Aufsätze nicht in Plastik, sondern in Papiertüten verpackt sind - ein erstes Plus. Insgesamt besteht das Set aus vier Aufsätzen, im Test nutzen wir aber nur den Wärmebürstenaufsatz. Praktisch ist auch der beiliegende Hitzehandschuh. Die Wärmebürste hat einen Durchmesser von 50 Millimetern. Insgesamt wirkt sie stabil, hochwertig verarbeitet und liegt dank ihres vergleichsweise geringen Gewichts angenehm in der Hand. Der Wechsel der Aufsätze gelingt mühelos, ebenso die Bedienung des Reglers für die verschiedenen Temperaturstufen. Die Kaltstufe erfüllt ihren Zweck. Hinzu kommt ein ausreichend langes 360-Grad-Drehkabel, das aber keine Aufhängeöse besitzt.
Für den Praxistest stylen wir mit dem BaByliss eine Haarhälfte und arbeiten dabei mit abgeteilten Partien. Die Rundbürste heizt sich zügig auf, wird aber nicht zu heiß, sodass wir sie auch problemlos nah an der Kopfhaut verwenden können. Das Haar wird zuverlässig gebändigt, die Strähnen lassen sich leicht eindrehen und werden teilweise von der Bürste angezogen - dabei verheddert und ziept nichts.
Laut Hersteller soll die integrierte Ionen-Technologie statische Aufladungen im Haar reduzieren und Frizz mindern. Dieser Effekt zeigt sich tatsächlich im Ergebnis: Das Haar glänzt und fühlt sich geschmeidig an, in den Spitzen entsteht ein leichter Schwung, am Ansatz können wir mehr Volumen feststellen. Für die rechte Haarhälfte benötigen wir 4:44 Minuten und messen einen Stromverbrauch von 0,077 kWh. Mit einer Lautstärke von 59 Dezibel bleibt der BaByliss Air Style 1000* im Rahmen. Auch die Haltbarkeit im Alltag überzeugt: Das Haar bleibt noch am darauffolgenden Tag in Form und fühlt sich griffig an.
1000 Watt
4 Aufsätze (Föhnaufsatz, Rundbürste, Lockenstab, Blow-Out Paddle)
2 Temperatureinstellungen (plus Kaltstufe)
2,5 Meter langes Drehkabel
Ionen-Technologie für Anti-Frizz und Glanz
inklusive Hitzeschutzhandschuh
59 Dezibel
Wavytalk 5 in 1 Hairstyler - multifunktional und leicht zu bedienen
Kurz und knapp: Der Wavytalk Hairstyler punktet mit seiner großen Auswahl an Aufsätzen und praktischem Zubehör. Die Aufsätze lassen sich unkompliziert wechseln, die Haare lassen sich sauber eindrehen. Mit dem Ergebnis sind wir insgesamt zufrieden, die Kaltluftfunktion kann jedoch nicht komplett überzeugen.
Der Wavytalk kommt in der größten und optisch ansprechendsten Verpackung. Die fünf Aufsätze sind jeweils in beschrifteten Papierschachteln verstaut, hinzu kommt ein kleines Zubehör-Set mit Spangen, einer schicken Aufbewahrungstasche und ein Mini-Kamm. Die Aufsätze lassen sich unkompliziert wechseln und rasten sicher ein. Optisch überzeugt das Gerät in sanftem Rosa-Ton, die Bürste liegt gut in der Hand. Das Kabel misst zwei Meter und ist damit etwas kürzer als beim Testsieger.
Im Praxistest verwenden wir die 60 Millimeter breite Oval Brush. Beim ersten Einschalten riecht es zunächst leicht verbrannt, der Geruch verschwindet aber nach etwa einer Minute und kommt auch nicht wieder. Die Temperaturstufen sind gut regulierbar, zusätzlich gibt es eine separate Kaltlufttaste, die im Test allerdings kaum kühle Luft liefert - es gelingt uns damit nicht, die Haare ordentlich zu fixieren. Insgesamt arbeitet es sich mit dem Wavytalk Hairstyler* angenehm: Die Haare lassen sich leicht eindrehen, verheddern nicht, die Bürste wird nicht übermäßig heiß.
Das Styling-Ergebnis kommt zwar nicht ganz an den Testsieger heran, dennoch zeigt das Haar einen leichten Schwung, glänzt und bleibt frei von Frizz. Für eine Haarhälfte benötigen wir bei einem Verbrauch von 0,064 kWh 5:35 Minuten. Die Frisur hält mehrere Stunden.
900 Watt
5 Aufsätze (Föhnaufsatz, Oval Brush, Round Brush, Paddle Brush, Diffusor)
2 Temperatureinstellungen (plus Kaltstufe und Kaltluft-Taste)
2 Meter langes Kabel
bis zu 110 Grad
mit Keramikbeschichtung
inklusive Spangen, Samttasche und Mini-Kamm
60 Dezibel
Revlon One-Step Föhnbürste - großer Aufsatz, lautes Styling
Kurz und knapp: Die Revlon Föhnbürste bietet ein solides Handling, wobei der festverbaute, vergleichsweise große Aufsatz die Flexibilität etwas einschränkt Mit dem Styling-Ergebnis sind wir zufrieden, allerdings hält der Schwung nicht ganz so lange an.
Die Föhnbürste von Revlon ist mit einem zwei Meter langen, drehbaren Kabel ausgestattet und setzt auf ein ovales Bürstendesign, das für glatte Längen und mehr Volumen am Ansatz sorgen soll. Sie bietet zwei Temperaturstufen plus eine Kaltstufe zum Fixieren des Stylings. Der 70 Millimeter breite Aufsatz ist vergleichsweise groß und wirkt anfangs etwas unhandlich - hier braucht es definitiv etwas Übung. Positiv fällt der kleine Kamm zum Abteilen der Haare auf, die Verarbeitung wirkt insgesamt solide, das Drehgelenk verhindert Kabelsalat.
Im Test starten wir mit den unteren Haarschichten und arbeiten uns nach oben vor. Die Bürste heizt sich schnell auf, während der Griff angenehm kühl bleibt und gut in der Hand liegt. Mit 62 Dezibel ist die Revlon Föhnbürste* recht laut, vergleichbar mit einem handelsüblichen Föhn. Die Nylonborsten fühlen sich angenehm an, pieksen nicht und gleiten sanft durchs Haar. Die Kaltstufe könnte für unseren Geschmack noch etwas kühler ausfallen.
Für eine Haarhälfte benötigen wir 7 Minuten und 0,089 kWh - damit brauchen wir mit der Revlon etwas länger als mit den anderen Modellen im Test. Auch hält die Frisur nicht ganz so lange, nach ein etwa drei Stunden ist der Schwung in den Spitzen verschwunden, die Haare bleiben jedoch bis zum nächsten Tag weich und geschmeidig.
1100 Watt
1 Aufsatz (nicht abnehmbar)
2 Temperatureinstellungen (plus Kaltstufe)
2 Meter langes Drehkabel
Ionen- und Keramiktechnologie
inklusive Mini-Kamm zum Abteilen der Haare
62 Dezibel
Beurer HC Ocean Föhnbürste überzeugt mit schickem Design
Kurz und knapp: Die Beurer HC Ocean Föhnbürste wird schnell heiß und ist mit 65 Dezibel vergleichsweise laut. Insgesamt liefert das Tool ein solides Ergebnis mit glänzendem Haar, aber etwas weniger Schwung und Volumen.
Die Bürste von Beurer ähnelt optisch der von Revlon: Beide setzen auf ein Bürstendesign mit großem, fest verbautem Aufsatz und einem Griff, der angenehm in der Hand liegt. Das Material fühlt sich leicht samtig und gleichzeitig griffig an, die blaue Farbe verleiht der Bürste einen schicken Look. Praktischer Pluspunkt: die integrierte Aufhängeöse am Kabel. Das Gerät heizt sich schnell auf, ist mit 65 Dezibel aber auch vergleichsweise laut. Die Temperaturstufen sind gut dosierbar, die Kaltstufe arbeitet zuverlässig. Insgesamt wird die Bürste recht heiß, sodass wir auf die Kopfhaut achten müssen.
Das Ergebnis erinnert an die Revlon-Bürste: Die Haare glänzen und bleiben frei von Frizz, zeigen aber etwas weniger Schwung. Für eine Haarhälfte benötigen wir mit der Warmluftbürste von Beurer* 6:30 Minuten bei 0,094 kWh - im Vergleich zu den anderen Testgeräten ist das ein relativ hoher Stromverbrauch.
1000 Watt
1 Aufsatz (nicht abnehmbar)
2 Temperatureinstellungen (plus Kaltstufe)
mit Keramik-Keratin-Beschichtung und Ionenfunktion
360-Grad-Drehkabel mit Aufhängeöse
65 Dezibel
Rotierende Remington Warmluftbürste - für Styling-Profis geeignet
Kurz und knapp: Bei der Warmluftbürste von Remington gilt: Übung macht den Meister. Im Test heizt sich das Gerät schnell auf und sorgt für glänzendes, weiches Haar, mit der Rotationsfunktion kommen wir nur schwer zurecht.
Die drei Aufsätze der Remington Warmluftbürste sind in Papier verpackt und lassen sich einfach aufdrehen, bis sie einrasten. Im Lieferumfang enthalten sind eine Rundbürste mit 50-Millimeter-Thermo-Mischborsten, eine 40-Millimeter-Thermobürste sowie ein Haaransatz-Booster für zusätzliches Volumen - im Test verwenden wir die 50-Millimeter-Variante. Die Bürste bietet zwei Temperatur- und Gebläsestufen und zwei Tasten für die Rotation im Links- oder Rechtslauf, wobei sich die Aufsätze erst drehen, wenn die Temperatur eingestellt ist. Die Verarbeitung wirkt solide. Als besonders praktisch erweist sich das drei Meter lange Drehkabel mit Aufhängeöse zum leichten Verstauen, zusätzlich liegen zwei Haarklammern bei.
Im Praxistest fällt bei der ersten Nutzung ein eher strenger, leicht verbrannter Geruch auf, der mit der Zeit aber verfliegt. Die Bürste heizt sich schnell auf. auch hier stylen wir wieder zuerst die untenliegenden Strähnen. Am Ohr wird die Bürste sehr heiß, sodass wir besonders aufpassen müssen. Mit der Rotationsfunktion kommen wir im Test nicht optimal zurecht: Es entsteht zu wenig Spannung im Haar, die Strähnen verknoten sich teilweise - hier braucht es offenbar einiges an Übung. Positiv fällt auf, dass sich alle Stufen sauber regulieren lassen.
Das Ergebnis: Die Haare glänzen und fühlen sich weich und gepflegt an - einen ausgeprägten Schwung oder sichtbar mehr Volumen können wir jedoch nicht erkennen. Für eine Haarhälfte benötigen wir 7:05 Minuten und verbrauchen 0,079 kWh. Mit 60 Dezibel ist die Föhnbürste von Remington* etwas lauter.
1000 Watt
3 Aufsätze (2 x Rundbürsten, 1 x Haaransatz Booster für mehr Volumen)
2 Temperatur- und Gebläsestufen (plus Kaltstufe)
3 Meter langes Drehkabel mit Aufhängeöse
rotierend
Keramikbeschichtung mit Mandelöl
inklusive Haarklammern
60 Dezibel
Warmluftbürste, Lockenstab, Föhn - wann eignet sich welches Tool?
Für möglichst schnelles Trocknen ohne explizites Styling eignet sich ein Föhn am besten. Wer sich vor allem präzise Locken oder Beach Waves wünscht, für den ist der Lockenstab die beste Wahl. Bei der Warmluftbürste vereinigen sich Trocknen und Styling in einem Gerät, der Vorteil: Das Tool ist deutlich schonender fürs Haar, weil die Strähnen nicht direkt in Kontakt mit den Heizplatten kommen, wie es beim Glätteisen oder Lockenstab der Fall ist. Dennoch gilt: Auf Hitzeschutz sollte nie verzichtet werden.
Worauf sollte man beim Kauf einer Föhnbürste achten?
Eine gute Föhnbürste darf nicht zu schwer sein und sollte bequem in der Hand liegen. Sinnvoll sind mehrere Gebläse- und Temperaturstufen sowie unterschiedliche Aufsätze. Feines Haar kommt mit niedrigen Stufen und kleineren Bürsten gut zurecht, dickes oder sehr langes Haar benötigt höhere Temperaturen und größere Aufsätze, damit die Längen zuverlässig trocknen und in Form kommen. Praktisch ist außerdem ein mindestens zwei Meter langes Kabel mit Drehgelenk.
*Die Testredaktion rund um den ntv Produkt-Check ist unabhängig, erwirbt alle Produkte auf eigene Kosten, führt Tests durch und bewertet nach objektiven Kriterien. Wenn Sie ein Produkt über einen Link kaufen sollten, erhalten wir eine Provision. Der Preis ändert sich dadurch nicht.




